Hallo,
Ganz Kenia hat auf die Intervention vom ghaneischen Praesidenten gewartet, um die tiefe politische Krise hier im Land zu beenden. Leider haben die Verhandlungen keinen Erfolg gezeigt, denn der gute Mann ist unverrichteter Dinge wieder nach Hause gereist. Wie auch immer die Krise ausgehen mag, der Effekt den die Krise jetzt auf unsere Geschwister hier hat, ist verheerend. Buchstaeblich jeder von unseren Kikuyufreunden hat einen oder mehrere Fluechtlinge aufgenommen, andere haben Familienangehoerige verloren, oder es fehlt jede Spur von ihnen, oder sie sind irgendwo noch im "Feindesland" steckengeblieben und schaffen es nicht in Sicherheit zu kommen. Unsere anderen Freunde von der Gegenseite, den Luos, geht es sehr aehnlich. Bei ihnen ist es jetzt schon fast soweit, dass sie geschlossen das Siedlungsgebiet der Kikuyus verlassen, weil sie solche Angst haben. Manche von ihnen leben schon seit Jahrzehnten hier und hatten gute Beziehungen zu ihrer Nachbarschaft. Heute morgen sassen wir zusammen um zu ueberlegen, wie wir auf die gegenwaertige Krise reagieren koennen. Es sind in allen umliegenden Ortschaften Fluechtlingslager eingerichtet worden, die bei weitem nicht alle gut von internationalen NGO's abgedeckt sind. Es mangelt an vielen essentiellen Gegenstaenden. Vom Hospital aus, wollen wir Einsaetze in die am meisten betroffenen Gebiete fahren um zu helfen wo es geht. Das Land ist immer noch wie gelaehmt von der gegenwaertigen Erschuetterung, auch wenn doch eine gewisse Normalitaet wieder eingekehrt ist. Das Land besitzt keine funktionierende Regierung, die Schulen machen noch immer nicht auf, (an vielen Stellen im Land, sind die Schulen einfach abgebrannt worden), Reisen von A nach B ist vielerorts nur mit Polizeischutz moeglich, und selbst dann noch gefaehrlich.
Es wird weiterhin sehr viel gebetet hier bei uns am Ort und an vielen anderen Orten des Landes. Wer beten kann, bete bitte mit, Gruss Thomas
1 Kommentar:
Hallo Thomas und Dörte! Danke für die immer aktuellen Infos zur Lage in Kenia. Damit sind wir gut informiert zusätzlich zu NTV Kenya und ARD. Wir wurden schon öfter auf die Situation im LAnd angesprochen und wie wir das empfinden. Wir machen und Sorgen, ja. Um Kenia aber auch einige liebe Leute, die wir dort wissen. Wir beten für Euch und fürs Land auch in der Gemeinde. Gott mit Euch und liebe Grüße von Silvia und Wolfram Jordan
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