Samstag, 30. November 2019

Notfallmediziner, die zweite Runde


Tolle Verstärkung aus Kijabe


Gestern durften wir die zweite Runde unserer Notfallmediziner verabschieden. Kurz bevor der Flieger kam um die beiden jungen Männer abzuholen trafen wir uns noch in einem der schönen Hotels in unsrer Stadt. Da wächst Gras und schöne Bäume die man sonst bei uns nicht sieht. Ein richtig schöner Park der immer wieder zu Fotosessions einlädt. 


Die junge Dame die noch im Bild ist, ist eine Ärztin aus Kabarak die ihr interkulturelles Praktikum bei uns macht. Mit diesem team setzten wir uns zusammen um zu reflektieren wie sie die Zeit bei uns in diesem neuen Programm empfanden und welche Lektionen sie gelernt haben. Es war toll zu hören wie sie respektiert wurden und ihre Veränderungsvorschläge für das Krankenhaus grösstenteils angenommen wurden. Die kulturellen Unterschiede waren ziemlich krass konnten aber im Gespräch gut verarbeitet werden. 


Zusammen mit der jungen sehr engagierten Ärztin besuchten wir unseren Freund Daud. Daud hat vor kurzem einen neuen Rollstuhl bekommen, der musste aber auf seine Körperform angemessen werden. Daud ist zwar schon 23 Jahre alt, hat aber vor etwa einem halben Jahr zum ersten mal einen Arzt gesehen. Jetzt in der Regenzeit hat er sich eine richtig dicke Erkältung zugezogen und ist nur am husten. Durch seine Schwäche kann er aber kaum den Schleim raushusten und leidet ziemlich. Sarah, untersucht ihn hier um zu checken ob er sich eine Lungenentzündung zugezogen hat. 


Und wenn man dann schon mal im Dorf ist, findet man immer eine ganze Menge kranker Kinder. Entwurmungstabletten sind immer gut, weil wirklich fast alle mit Würmern belastet sind. Für uns alle war es schön zu sehen dass die Pflege zu Hause auch in diesen sehr schwierigen Umständen scheinbar immer noch die beste Pflege ist. Daud hat immer Kinder um sich, er wird gedreht so dass er keine Druckstellen vom liegen bekommt. 
Für unsere Ärzte aus dem besser gestellten Kenia sind diese Besuche im Dorf immer wichtig um sich klarzumachen dass Gesundheit wirklich im Haushalt anfängt und nicht im Krankenhaus. So vieles an Komplikationen kann vermieden werden durch Aufklärung etc. 
Bis demnächst wieder


Sonntag, 17. November 2019

Teambesuche in G-town


Begegnungen der Kulturen
Das Kijabe team Maternal and Newborn Community Health project kam für eine Woche zu uns um eine trainingseinheit durchzuführen. Gute Gelegenheit um alle teams die auch noch in G-town zu der Zeit waren zu dem beliebten "Nyama choma" - Kisuaheli für Grillparty - einzuladen. 

Für die Frauen im team ist Grillfleisch vielleicht wichtig aber nicht so wichtig wie ein Einkaufstrip im lokalen Markt. Die Augen können sich gar nicht satt sehen an der Vielfalt von Formen und Farben. Jede von ihnen strahlt übers ganze Gesicht.

Dieses Bild entstand bei der Ankunft des Kijabe teams am G-town Flugplatz. Neben dem community Health project mitgliedern kamen auch noch einige andere, wie z.B. der australische Chirurg Dr. Bird der für einige Tage sein Talent dem lokalen Krankenhaus zur Verfügung gestellt hat.


Wir durften an einer besonderen Veranstaltung als Ehrengast dabei sein und die lang ersehnten Zertifikate und Identifikationskarten feierlich übergeben. Dörte ehrt hier den Vorstand der Gruppe von Freiwilligen aus einem kleinen Ort entlang des Highway nach Nairobi.


Mit dieser Gruppe verbrachten wir fast ein halbes Jahr um sie als Freiwilligenhelfer auszubilden. Es war ein langer aber sehr lohnenswerter Prozess. Isaak, hat uns von Anfang an mit seinem sanften Wesen beeindruckt. Er wird sicher eine gute Arbeit in seinem Dorf machen. 

Kein Feier ohne richtig zünftiges Essen. Dieses Dorf hat es geschafft 5 Ziegen zu spendieren und eine richtige Party auf die Beine zu stellen. Es gehört sich natürlich dass Frauen und Männer getrennt sitzen. Aber halt, da hat sich einer auf der falschen Seite hingesetzt. Wahrscheinlich fand er die junge Dame zu attraktiv.

Wir Männer haben uns strikt an die Regeln gehalten und blieben unter uns. Rechts sitzt der Vater von unserer südafrikanischen Teamkollegin. Er hat seine Tochter für 3 Wochen hier bei uns besucht und war völlig angetan von der Gemeinschaft die er hier erlebt hat. 
Der junge Mann im weissen t-shirt kommt aus Deutschland und hat seinen Urlaub eingesetzt um im medizinischen Bereich mitzuarbeiten. 
Liebe Grüsse und bis zum nächsten mal