Freitag, 30. April 2021

Meditation und white noise

 In einem meiner letzten Beiträge schrieb ich von der uns umgebenden Geräuschkulisse. Der Tinitus der mich schon seit einigen Jahren begleitet, gibt noch das seine dazu. 

Der Kopfhörer gibt die gurgelnden Geräusche eines Gebirgsbaches wider und blockiert so die störenden Umgebungsgeräusche. Gerade in Zeiten wo der Sinn sich um die Dinge des Lebens und Dienstes, und natürlich um Gott selber drehen will, finde ich so eine kleines Ding ganz hilfreich. 

Vor einiger Zeit kamen Missionare aus China zu uns in die Nachbarschaft. Einige von ihnen haben einiges an alternativer Medizin mitgebracht. David ist Spezialist in massage und cupping. Als ich ihm von meinen Geräuschen im Ohr erzählte, fing er gleich mit der Behandlung an. Nach der massage um das Ohr herum, setzte er die kleinen Nadeln um dann die kleinen vakuumbecher anzusetzen. Mit denen wird dann geschröpft. Das Blut wird sozusagen rausgesaugt und damit auch kleine Blutgerinnsel. 

Das Ergebnis war zwar nicht spontane Heilung von Tinitus aber doch eine spürbare Besserung. 

Am Ende des Monats eine kleine Geschichte von unserer recht vielfältigen Umgebung, unsere chinesischen Geschwister kommen mit einem ganz anderen Ansatz um die Menschen hier zu erreichen. Das Zentrum ist bei ihnen auch das Wort Gottes und die Liebe zum Herrn, der Weg um diese Liebe weiterzugeben ist sehr vielfältig.

Bis demnächst im Mai

Sonntag, 18. April 2021

Ramadan (13.April - 12.Mai)

 

Es ist nur ein paar Wochen her seit wir wieder aus Uganda zurück in Kenia sind. Es war ein Augenöffner für uns etwas im Nachbarland zu verweilen. Angefangen im Somaliviertel in Kampala an genau der Schule die oben beschrieben wird. Im jährlich erscheinenden Gebetsheft für die islamische Welt wird das Projekt kurz beschrieben. Seit Jahrzehnten tun sich Christen zusammen um besonders während der 30 Tage im Ramadan für ganz verschiedene Aspekte im Islam zu beten. Viele Muslime legen Zeugnis davon ab dass sie gerade während dieser Zeit eine Begegnung mit dem lebendigen Jesus hatten. 
Für unseren Benji wurde es höchste Zeit aus dem eingeschränkten Lebensstil und online learning herauszukommen. Leider wurden aus den geplanten 3 Monaten in Kenia nur ein Monat. Er konnte in Kijabe Hospital zumindest eine 2-wöchige Famulatur absolvieren und nebenbei noch einige schöne Dinge zusammen mit uns erleben. 

Mit 2 ausgeliehenen 250er Motorrädern ging es an einem der letzten Tage auf tour. Die Umgebung von Kijabe ist wiklich traumhaft schön. Nur wenige Kilometer Luftlinie von der Station entfernt befindet man sich schon im Massailand mit den typischen kleinen Häusern, auch Manyattas genannt. Zebras grasen friedlich neben den Kuhherden der Massai. Die kleinen Gazellen, DikDiks, werden immer wieder mal aufgescheucht und kreuzen unsere Wege. 
Der ehemalige Musiklehrer von Benji hat auf die therapeutische Wirkung dieser Ausflüge hingewiesen. Deswegen war er auch sehr bereit seine Enduro zur Verfügung zu stellen. Denn insgesamt hat dieser Keniatrip angesichts der Corona Müdigkeit auch eine vitalisierende Wirking auf uns alle gehabt. Auftanken in der unbeschreiblichen Schönheit des grossen Rift Valley mit seinen Vulkanen und Seen. Die angenehme Wärme des Tages und die erfrischende Kühle in der Nacht. Umgang mit echten Menschen, Patienten die anfassbar sind und nicht nur über die sichere Distanz eines Computerbildschirms angesehen werden. Wir sind dankbar für die Zeit die wir zusammen haben durften. Ostersonntag musste Benji dann schon die Rückreise antreten weil Präsenzunterricht angesagt war. 
Kurz vor Ostern wurde allerdings auch hier ein lockdown verhängt. Wir waren sozusagen in Kijabe eigesperrt und konnten erst vor wenigen Tagen wieder zurück nach G-town. Mit Hilfe eines Spezialpasses, von Kijabe Hospital ausgestellt, war das Reisen zwischen den counties für uns erlaubt.