Donnerstag, 25. Dezember 2008

weihnachtsblog

Hallo,
wir wuenschen Euch von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2009. Ich habe eben mit Freunden von uns die Weihnachtsgeschichte auf DvD angeschaut. In dieser Verfilmung wird die ganze Geschichte aus den Augen Marias betrachtet. Dort kommt so der ganze Druck zum Ausdruck, der auf Maria gelastet haben muss, als sie plötzlich als werdende Mutter erkannt wird, aber noch keinen Mann hat. Und dann dieser unglaubliche Ausspruch, dass sie nun das Kind des höchsten Gottes in sich trägt. Das klingt so unfassbar und ist doch so wahr. So einmalig und hat keinesgleichen. Wie sollte ihr denn jemals jemand glauben und sie nicht die ganze Schuld treffen? Diese Weihnachtsgeschichte ist so voll von Wundern und Geschichten, die nicht in unseren Kopf gehen. Engelserscheinungen waren absolut notwendig um in den Verlauf der Dinge einzugreifen. Und doch hat Gott genau diesen Weg gewählt um in diese Welt zu kommen und den Fürst des Friedens zu bringen. Wenn Ihr schon laenger nicht mehr diese Geschichte gelesen habt und Euch von ihrer Faszination habt anstecken lassen, dann lest sie wieder und lasst Euch von Ihr anstecken.
Gestern abend waren wir mit unseren Kollegen, schwarz und weiss im Krankenhaus, nachdem es dunkel war, und haben zusammen Weihnachtslieder gesungen, kurze Andachten gegeben in den verschiedenen Stationen und mit den Patienten gebetet, die während der Weihnachtstage in Krankenhaus sein müssen. Das war eine sehr schöne Gelegenheit etwas von der Weihnachtsfreude weiterzugeben und zu teilen.
Und später am Abend haben wir es dann so gemacht, wie es unserer deutschen Tradition entspricht, nämlich die Weihnachtsgeschenke unter dem Weihnachtsbaum aufgemacht.
Vor genau einem Jahr habe ich meinen ersten Blog unter dieser Adresse veröffentlicht. Vielen Dank fuers lesen und fuers euch auf dem laufenden halten. Schoene Weihnachtstage wünschen Euch Thomas und family

christmas in Kenya

Hello,
With this blog I want to wish you all a merry christmas and a happy new year. May the blessings of the most high God be with you and may his peace surround you every day. His peace is real and it makes all the difference in our lives. I am just from our friends house where he have watched the nativity story where you see the christmas story through Marys eyes. It is so unbelievable and unconceivable that God chose Mary to bear his son so that he can dwell among us. The amount of shame and disbelief Mary had to suffer for the sake of being the vessel God had chosen. No wonder it is so hard to believe for many even today. But that is what God wanted to do, that is his plan of salvation. He chose to become a baby so that he can be just like us and know where we are hurting and where our difficulties are. The story of Christmas is full of wonders, full of miracles. If you have time, and you should find time, go through it again and discover some of those miracles and see how they can affect your life today.
Last night, christmas eve, many of us, foreigners and Kenyans went charoling in the hospital. A nice opportunity to share a little bit of the christmas joy with those who have to be in the Hospital during this season. I think all of them were very happy to hear the songs and have a word of hope shared with them. With many we were able to pray at their bedsides and give an encouragement to them.
Later in the evening as it is our custom in Germany, we exchanged the gifts, not exactly under a firtree but the next closest to that.
At the end of this blog I remember that almost exactly one year ago I wrote my first blog here under this address.
Thanks for reading and keeping your self updated with our lives here in Kenya, blessings Thomas

Samstag, 13. Dezember 2008

trip in den Norden

Hallo,
Ich bin ein bisschen in Verzug geraten mit dem schreiben. Letzten Samstag
waren wir im hohen Norden Kenias zu einer Hochzeit von einem guten Freund
von uns. Wir fuhren am letzten Mittwoch los und haben einige stops gemacht,
einmal in einem camelcamp und die zweite Nacht in einem Nationalpark wo wir
an einem Fluss gecampt hatten. Wir sind durch wunderschoene einsame
Landschaften gefahren. Dort wo es sonst eher trocken und nach Wueste
aussieht, war es diesmal gruen und satt. Ueberall auf der Strasse waren die
Spuren von Elefanten zu sehen, die sich an der reichen Weide gütlich taten.
Freitag kamen wir dann in Marsabit an, der Ort, wo die Hochzeit stattfand.
Es war besonders schoen für uns, diese Feier mitzumachen, da dieser junge
Mann fast ein Jahr lang mit uns im Hospital gearbeitet hat und dort eine
Liebe fuer die Somalis bekommen hat, das ist insofern ungewöhnlich, da
seine Volkgruppe und Somalis seit Jahrhunderten erbitterte Feinde sind. Er
kommt aus dem Boranastamm, die unmittelbar an unser Zielvolk angrenzen. Sie
sind kulturell und sprachlich sehr eng verwandt und sehen sich auch sehr
aehnlich. Das frische Ehepaar zieht in Kuerze in eine Somalistadt noch
innerhalb Kenias, nach Garissa, um dort ihren Dienst dann zusammen
weiterzumachen. Sie werden hauptsaechlich in einem der grossen
Flüchtlingscamps an der somalischen Grenze arbeiten. Bei unserer Reise hat
uns Abdi begleitet, und er durfte sich als Boranajuengling verkleiden, und
auf dem Bild seht ihr ihn in der traditionellen Tracht.
Auf dem Rueckweg sind wir dann noch in Isiolo angehalten, das ist etwa auf
der halben Strecke nach Nairobi und haben noch einige unserer Leute besucht,
die wir damals aus Wajir rausgeholt haben, nachdem die Situation fuer
Christen sich immer mehr verschlechtert hatte. Obwohl auch in dieser Stadt
eine muslimische Mehrheit vorherrscht, ist das Leben doch viel angenehmer
fuer Christen, die aus islamischen Hintergrund kommen. Dort ist eine sehr
bunte Mischung an verschiedensten Staemmen, und jeder scheint sich um seine
eigenen Angelegenheiten zu kuemmern.
Im Krankenhaus geht alles immer noch seinen gewohnten Gang, obwohl wir uns
inzwischen kurz vor Weihnachten befinden. Krankheit fragt nicht nach
Feiertagen und so geht es weiter mit vielen Anfragen nach Behandlungen, die
selbst in Europa oder Amerika gar nicht moeglich waeren. Mogadishu ist nach
wie vor ein konstanter Zulieferer von Patienten, und man sieht dort Dinge,
die man sich nicht vorstellen kann, vielleicht schicke ich Euch das naechste
mal ein Bild von einem Krebspatienten, der seit 6 Jahren einen unbehandelten
Hautkrebs im Gesicht hat. Wir haben hier schon vieles gesehen, aber noch nie
einen derart entstellten Menschen. Er kam den ganzen weiten Weg aus
Mogadishu bei uns an, nur um einige Tage spaeter gesagt zu bekommen, dass
nichts auf der ganzen Welt nach menschlichen Ermessen fuer ihn getan werden
kann. Und so fuhr er wieder zurueck in sein Land, nur mit der Hoffnung, die
wir ihm gegeben haben, dass Gott heilen kann, und alle Dinge fuer ihn
moeglich sind.
Mit diesem post wuensche ich eine schoene Woche, Thomas