Ihr
lieben,
Letztes Wochenende bat mich eine Gemeinde aus Oesterreich etwas fuer den Sonntag fuer verfolgte Christen zu schreiben. Hier ist der Artikel zum nachlesen.
S o m a l i a
... seit 1991 ohne eine feste Regierung, wurde jahrelang von regionalen und
gegenseitig verfeindeten warlords kontrolliert. In 2007 kam eine neue Gruppe
auf die extremen Islam auf ihrer Agenda hat. Das arabische wort al sh a bab – Jugend
– ist der Name fuer extremen Terror in weiten Teilen des Landes und sogar der
Region geworden. Al S ha bab ist ideologisch sehr nah mit Al Q ai da verwandt.
Obwohl
durch die Anstrengungen der kenianischen Truppen in Somalia zusammen mit den
afrikanischen Peace keeping Truppen die Hauptstuetzpunkte dieser islamistischen
Miliz diesen Herbst eingenommen wurden sind sie immer noch eine reale Gefahr
fuer alle in diesem Land und Region lebenden Menschen. Vor allem fuer die
kleine Schar von christen in dieser Region sind sie eine stets gegenwaertige
Bedrohung.
Seit
Kenia in Somalia einmarschiert ist haben wir sehr haeufig Granten attacken in
der Hauptstadt und in den Grenzgebieten zu S o m alia, Garissa, Wajir, Mandera.
Immer wieder werden Kirchen waehrend des Gottesdienstes mit Handgranaten
angegriffen und die Kirchgaenger mit Maschinengewehren beschossen. Letzten
Sonntag wurde ein Pastor getoetet und ein lokaler Missionar mit Granatsplittern
im Kopf und Rest des Koerpers verletzt. Im Juli wurde eine unsrer Partnerkirchen
angegriffen und 18 Menschen getoetet. Das war ebenfalls in Garissa wo wir
Teamkollegen stationiert haben.
Die
regulaere Bevoelkerung des Landes entwickelt eine Angst und auch Hass den
Muslimen im allgemeinen und den So m a lis im besonderen gegenueber. Betet bitte
fuer die Kirche in Kenia dass sie nicht mit Hass und Gewalt auf M us lim e
reagiert sondern dass Liebe regiert und sie auf ihren s om ali schen Nachbarn
zugeht und ihm als Menschen begegnet.
Im Land selber und in Gebieten die von einer Soms mehrheit bewohnt sind, ist es
immer noch lebensgefaehrlich als Christ erkannt zu werden. Die Gruppe Al-s. ist extreme radikal und fuehrt oeffentliche Toetungen durch indem als Christen
identifizierte, ob wiedergeboren oder nur beschuldigt, auf dem Marktplatz mit
stumpfen Messer unter Korangesaengen enthauptet werden. Die Angst ist gross und
bis Vertrauen zwischen Menschen waechst sogar noch grosser. Man weiss nie, wer
ist wer und wen kann man vertrauen. Staendig die Angst der andere koennte ein
Spion sein und man koennte ausgeliefert werden. Betet fuer S. dass die
dunkle Bedrohung die vom extremen I fuer die Kirche ausgeht gebunden
wird. Aber vor allem betet dass die Christen stark und mutig Jesus nachfolgen
auch in Zeiten extremer Bedrohung, aber auch fuer Weisheit wie sie sich in
Situation verhalten sollen in denen sie sich selbst wiederfinden.
A. ein
Freund von uns hier in Kenia, hat sich vor kurzem offen zu Jesus bekannt. Das
was vorher eine Anschuldigung war aber man nicht wirklich sicher sein konnte,
wurde zum fakt und damit fing seine Reise durch verfolgung als Christ an. Es
ist immer wieder erstaunlich wie wenig in einem “christlichen” Land von den Authoritaeten fuer eine solche Person getan wird. Es wurde offener
Rufmord in den Moscheen begangen und man ging soweit dass Morddrohungen
ausgesprochen wurden. Die Kinder wurden auf dem Weg zur Schule mit Steinen
beworfen, man versuchte ihm die Ehefrau wegzunehmen, ihm von seinem Land zu
vertreiben, und viele andere Dinge die das Leben extrem schwer machen.
Wir
hatten viel Gebet investiert in diese Situation und die, die Bedrohungen
ausgesprochen wurden durch das Eingreifen Gottes zum Schweigen gebracht und A.
Einfluss in der Dorfgemeinschaft waechst und viele bekommen Vertrauen zu ihm
obwohl er Christ ist. Das ist nur ein Beispiel was Gebet tun kann.
Ein
anderer Freund von uns, ebenfalls A. ist schon seit einigen Jahren Christ und
sehr offen was seine Ueberzeugungen betrifft. Er haelt nichts zurueck und zeigt
keine Angst. Er kennt den Koran sehr gut und kann ohne weiteres in eine
theologische Debatte gehen. Er ist der aelteste Sohn und damit verantwortlich
fuer die Versorgung seiner Eltern. Nun hat es einen Punkt erreicht wo die
religioesen Fuehrer nur noch den einen Ausweg kannten und seine Eltern
angreifen. Es wird ihnen gesagt dass sie ihr Freitagsopfer nicht annehmen
koennen weil sie einen christlichen Sohn haben. Niemand wird sie beerdigen weil
sie sich nicht von ihrem christlichen Sohn losgesagt haben und viele andere sehr persoenliche
Dinge die fuer unseren Freund das Leben sehr schwer machen. Verfolgung hat sehr
viele verschiedene Aspekte. Es gibt die akute Bedrohung fuer Leib und Leben. Es
gibt aber auch die psychologische Bedrohung auf die einzelnen Christen sobald
sie den Schritt getan haben und offen als Christen erkannt werden. Dadurch geht
jeder Christ und es kann extreme schmerzhaft sein vor allem weil es oft ueber
sehr lange Zeit gehen kann und die sozialen Verbindungen dadurch gekappt
werden. Je mehr Solidaritaet wir mit Christen in diesen Gebieten zeigen koennen
umso mehr zeigen wir das Herz Christi.
Es geht
um unsere Brueder und Schwestern im Horn von Afrika die eine der besten und
gleichzeitig eine der schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens getroffen haben.
Fuer
mehr info koennte ihr vielleicht noch im internet bei open doors nachschauen.
Vielleicht gibt es da etwas Bildmaterial welches ich nicht liefern kann.
Euch
einen schoenen Sonntag und viel Segen, Eure Thomas und Doerte