Hallo,
Diese Woche konnten Doerte und ich ins Auto um Richtung Namanga direkt an der Grenze zu Tanzania losfahren. Wir wollten Freunde besuchen die noch nicht sehr lange dort wohnen und ihnen etwas Unterstuetzung von der Heimatfront zukommen lassen. Wir hatten einen befreundeten Pastor mit uns der mit uns zusammen unsere Freunde dort mit ermutigt hat. Unsere Freunde arbeiten in verschiedenen Kapazitiaeten und fuer beide war es wichtig dass sie Besuch bekamen um ermutigt zu werden in ihrer Arbeit.
Namanga ist eine nette kleine Stadt die urspruenglich von den Massai bevoelkert war bis vor etwa 10 Jahren ein Stamm aus dem Nordosten gesehen hat dass es dort gut wohnen ist. Innerhalb sehr kurzer Zeit sind Tausende in diese Grenzstadt gezogen und haben ihre Kultur und Religion mitgebracht. Das hat nach relativer kurzer Zeit eine Menge von Spannungen mitgebracht und nur durch das beherzte Eingreifen der lokalen christlichen Pastoren ist der Friede so stabil geblieben dass man weiterhin hier gut leben kann.
Die zugezogene Bevoelkerung ist extrem gut im Geschaeftemachen und vor allem hier an der Grenze laeuft der Handel sehr gut.
Immer wieder kommen die Spannungen zwischen den Staemmen derart an die Oberflaeche dass vieles zerstoert wird, Haeuser werden zerstoert und andere lebenswichtige Dinge werden vernichtet und sogar Menschenleben ausgeloescht, so wie es vor kurzem in Wajir der Fall war wo der Schwiegersohn unseres ehemaligen Wachmanns erschlagen wurde. Diese Attacken fuehren allerdings nur zu Gegenattacken und so bleibt der Kreislauf der Gewalt weiter daran sich zu drehen.
Durch einen unserer Mitarbeiter konnten wir im schwer betroffenen Gebiet des Tana River Delta Lebensmittel im Wert von Euro 1400 verteilen. Wir konnten dort mit Verhandlungen helfen die wir organisiert hatten bei denen Vertretern der beiden verfeindeten Gruppen an einem Tisch sassen. Ungluecklicherweise brechen Stammeskaempfe momentan in verschiedenen Teilen des Landes aus und wir koennen nur helfen wo es am dringendsten gebraucht ist.
Mit dem bisschen was wir dazutun koennen um das Leid und den Schmerz fuehlt es sich oft an als waere es ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber die Wahrheit ist dass auch diese scheinbar kleinen Dinge oft einen sehr grossen Unterschied machen koennen.
So viel aus einer Welt in der Freude und Leid wie ueberall sonst sehr nahe beieinander liegen, Thomas

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen