Dienstag, 26. Dezember 2023

Coming home for christmas

 Twende Safari,

dieses Jahr kamen unsere Kinder uns hier im Land besuchen. Hier ein twende Safari mit einem Gruss zum neuen Jahr.

Gottes Segen


Mittwoch, 13. Dezember 2023

Rundbrief Advent 2023

Rundbrief Advent 2023,
leider fehlen hier die Bilder. Aber der Text ist der richtige, der, den wir auch über den email Verteiler verschickt haben. Viel Spass beim Lesen.


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27.11.2023
Liebe Verwandte und Freunde,

 

Twende Safari
Welche Flagge ist das wohl?

In den letzten 2 Jahren bevor wir Kenia verlassen hatten, begannen wir eine Serie von video clips mit dem Titel "Twende Safari". Das heisst soviel wie, lasst uns miteinander auf die Reise gehen. Seit mehr als einem halben Jahr leben wir aber nicht mehr in Kenia sondern im nördlichen Nachbarland. 
Wir hören nicht mehr das vertraute Kiswaheli in den shops, man hört keine christliche Anbetungsmusik mehr aus den Häusern und Kirchen am Sonntagmorgen. Die Sounds die wir jetzt hören kommen aus den Lautsprechern der unzähligen Minarette der Moscheen die den islamischen Gebetsruf über die Dächer unserer Stadt erschallen lassen. Es gibt auch nicht mehr das viel geliebte Wochenende so wie wir es kannten. Am Donnerstag nachmittag kehrt eine gewisse Ruhe ein, das hiesige Wochenende wird eingeläutet. Am Freitag sind im Prinzip die Geschäfte geschlossen. Am Samstag ist dann der erste Arbeitstag der Woche. Obwohl der Sonntag ein ganz normaler Alltag ist, hat er für uns trotzdem auch hier die besondere Bedeutung. Es ist der Tag an dem wir als Team zusammen kommen, um in einem unserer Häuser gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Wir sind dankbar, dass uns diese Freiheit zugestanden wird.
Ach ja, und dann gibt es noch die Siesta. Eigentlich muss geschäftliches morgens erledigt werden, denn um 12:30 schliessen Läden und Geschäfte und öffnen erst wieder gegen 16:30. Um 18 Uhr ist wieder Gebetszeit. Danach ist es dunkel und wir sollten eigentlich nicht mehr unterwegs sein aus Sicherheitsgründen. An vieles kann man sich schnell gewöhnen, anderes dauert etwas länger.

 

 

Amoud University
Im letzten Rundbrief hatten wir schon von unserer Partnerorganisation Amoud University geschrieben. Durch sie bekommen wir unsere Einladung im Land zu sein und sie zeichnet auch verantwortlich für unsere Sicherheit. Bei jeder Überlandfahrt muss ein bewaffneter Soldat mit an Bord sein. Und derselbe wohnt auch auf unserem Grundstück.
Dörte hat sich in die landwirtschaftliche Fakultät eingearbeitet. Man findet sie tatsächlich mit der Hacke im Gemüsegarten der Landwirtschaftlichn Fakultät. Im Sommer war der Kampf mit den Insekten fast nicht zu gewinnen. Alles wurde abgefressen. Seit das Semester im Oktober wieder angefangen hat, sind drei Klassen auf dem Feld unterwegs. Manche hacken, manche verteilen coole Sprüche und manche kochen in Gedanken schon die Karotten. Als Sahnehäubchen würzen wir die Gartenzeit mit den Studenten durch Englisch Konversation. Sie versuchen in Englisch weiter zu kommen und Anleiterin Dörte in der Landessprache. Wer hätte das gedacht: Garten und Landwirtschaft als sozialer Treffpunkt mit der jungen Generation! Ideen und Pflanzen aus Kenia bringen auch optisch etwas Neues. Amaranth Blätter heissen jetzt hier Kenianischer Spinat. Für Anbau auf kleinstem Raum gibt es den Kegel-Garten, der wie eine Riesen Hochzeitstorte aussieht.
Der Abteilungsleiter Agrarwissenschaft hat uns eingeladen die neuen Studenten (1200 an der Zahl) mit peptalks für den Fachbereich Landwirtschaft und Umwelt zu rekrutieren, das bedeutet auch, man wurde wahrgenommen als hilfreicher Teil im Getriebe.
Thomas ist der "Alte", der "Pate", der das Team koordiniert und für networking zuständig ist.  Personalmanagment, Pastor, Mentor, Facility Manager, Partnerschaftskoordinator... jeden Tag ein anderer Schwerpunkt, damit  wir als Team in den Spuren unseres Herrn unterwegs sein können. 

 

 

Das Team
zwar ohne Namen aber doch kurz vorstellen wollen wir unseren Clan dann doch. Da gibt es R. eine Krankenschwester aus Deutschland, sie instruiert in der wichtigen Arbeit der Krankenpflege. Sie ist schon viele Jahre im Land. Dann gibt es noch 2 singles aus USA, S und K, beide sind Dozenten für Allgemeinmedizin, ebenfalls schon etliche Jahre im Land. Eine junge Familie aus den USA, N und K mit dem knapp einjährigen T. sind seit 2 Jahren im Land und seit Juli bei uns. Sie haben Krankenpflege bzw. Labortechnik als Hintergrund. Der Neuzugang, ebenfalls aus den USA ist die Familie D. Er ist Chirurg, die Ehefrau kümmert sich um die 4 Jungs im Alter von 4 bis 10 Jahren.
Einige sind schon lange da und wirken ermüdet  durch das Leben in der fremden Kultur. Die anderen kommen voller Energie neu an diesem Platz an, können aber noch nicht alleine einkaufen gehen. Was hilft da besser als ein gutes Abendessen und die Frage, wie geht es dir/euch? 
Freitags treffen wir uns als Team und sprechen über so hübsche Themen wie Risiken und Gefahrendrill, aber auch Picknick im Flussbett oder auf einem Hügel. Einmal im Monat findet unser Gottesdienst auf einer Matte unter einem Akazienbaum im Busch statt. Uns so haben wir in den letzten Wochen eine gewisse Routine und Offenherzigkeit im Team gespürt.Dafür sind wir sehr dankbar und hoffen, dass wir alle in diese Richtung weiter wachsen.
Recht oft kommen Besucher zu uns, obwohl wir gefühlt am Ende der Welt leben. Die meisten tragen die Frage im Herzen ob sie an einem Platz wie dem unseren leben können. Manche beantworten die Frage mit einem klaren Nein oder mit einem "vielleicht". 

 

 

Griechenland
Man lernt nie aus, das ist allgemein bekannt und dem Motto folgen wir. Wir sind uns bewusst dass wir mit dieser Einstellung leben müssen um die Herausforderung: "interkulturelles Leben" gut zu meistern. Wir wurden von unserer Partnerorganisation nach Griechenland für ein Leiterschaftstraining eingeladen. Uns wurde ein Mentorenehepaar an die Seite gestellt, mit denen wir für die nächsten 2 Jahre sozusagen den Weg gemeinsam gehen. Man trifft sich in regelmässigen Abständen, um gesteckte Ziele abzufragen, und Streckenabschnitte zu evaluieren. Das Ehepaar hat über 40 Jahre in verschiedenen Ländern Afrikas gelebt und sind jetzt im Ruhestand in Amerika. Wir sind dankbar für Wegbegleiter, so wie es auch viele von Euch für uns sind. Ach ja, und nebenbei besuchten wir einige Stationen des Apostels Paulus wie z.B. den Areopag wo Paulus seine berühmte Rede an die Athener hielt. 

 

 

Familienbesuch
Wir freuen uns auf den angesagten Besuch von unseren Kindern. Hanna-Joy macht eine Missionsreise nach Djibouti, das liegt bei uns ja um die Ecke, so dass sie zu Weihnachten bei uns sein kann. Das wird dann auch der Abschluss ihrer mehrmonatigen Weltreise.
Benji hat inzwischen sein Studium hinter sich. Er ist seit einigen Wochen mit Laura verlobt. Sie wollen im August 2024 heiraten. Laura hat ein Studium in Bern angefangen und Benji hat aus gegebenem Anlass eine Stelle in der Nähe von Bern ab März '24. Die beiden wollen im August heiraten. Und für Weihnachten sind sie bei uns.
So singen wir schon jetzt "coming home for christmas" ! Unser Team hat gebeten, dass wir als deutsche Delegation den 24. Dezember gestalten, denn man kennt sonst eher den 25.12. morgens als Feiertag. Was macht den Heiligen Abend in Deutschland zu einem besonderen Tag? Das ist eine schöne kreative Herausforderung darüber nachzudenken und hier in diesem Umfeld zu gestalten. Ein Umfeld in dem Weihnachten gänzlich unbekannt ist. 
Wir beten dass Christus der Herr in dieser Region bekannt wird als der Erlöser und Immanuel, der 'Gott mit uns'.
 

 

Mit ganz herzlichen Grüssen aus dem Horn von Afrika,
Thomas und Dörte 

 

Thomas und Dörte Renner
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Interessiert an dem was Thomas und Dörte in Kenya tun.

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Donnerstag, 30. November 2023

Thanksgiving

Wir waren echt dankbar als unser Vermieter auf unseren Hilfeschrei reagiert hat. Seit einiger Zeit hat das Blechdach so viele Löcher dass bei jedem Regen etwas Wasser durchgesickert ist und auf unerer Matratze gelandet ist. Heute war der Tag an dem das Dach ausgebessert wurde. Thanksgiving.

Die Neuzugänge an der Amoud Uni wurden von Dörte hier eingeladen sich an einem Club zu beteiligen bei dem es um die Erhaltung der Umwelt geht. Da kann man erstaunlich viel hineinlegen an Werten und kann auf den Schöpfer hinweisen der uns ja alles gegeben hat. Dafür sollten wir mit einer Einstellung von Dankbarkeit mit Hand anlegen dass es der nächsten Generation besser geht. 

Bei einer unserer Erkundungstouren im Grenzland zu Äthiopien erklommen wir gemeinsam mit unserem team einen kleinen Berg und konnten von dort aus in die Weite schauen. Erstaunlich was es bedeutet wenn Wasser vorhanden ist wie hier an der kleinen Oase im kargen Land zu sehen ist. Dankbar für Wasser das Leben hervorbringt.

Dankbar sind wir dafür gesund zu sein und solche Touren machen zu können. Dankbar sind wir für den Frieden und für die Freiheit die wir in diesem Land geniessen können. Auch wenn wir mit bewaffneter Begleitung oftmals unterwegs sein müssen, sind wir dankbar für die Freundschaft die sich zwischen uns und unseren Begleitern entwickelt hat. Sie sind oftmals auch Ratgeber und kulturelle Informanten.
Bis zum nächsten Monatseinblick

Dienstag, 31. Oktober 2023

Zeit in Europa

 

Mitte Oktober "mussten" wir beide in Griechenland rechtzeitig zu einem Seminar erscheinen. Das fand südlich von Athen statt. Da es logistisch sinnvoll war, noch kurz bei Dörtes Schwester vorbeizuschauen, flog Dörte eine Woche früher los, und wir trafen uns dann in Athen am Flughafen. Es war auch eine Zeit des Verschnaufens, wie es der Stuhl hier in den Weinbergen unweit von Korinth verdeutlicht.

Eine Wanderung durch Weinbaulandschaften ist an sich schön, und in der schönen griechischen Bergwelt vielleicht noch etwas schöner als anderswo. Der Duft der Blüten Ende Oktober und das naschen von Weintrauben hat uns richtig gut getan. 

 Kultur ist in Griechenland einfach mit eingebaut. Wo man geht und steht sind antike Gemäuer und Tempelanlagen aus der griechischen Mythologie. Man könnte sicherlich Wochen damit verbringen um sich damit auseinanderzusetzen. Uns haben aber die Spuren von Paulus interessiert. Deswegen waren Ausflüge nach Korinth und Athen unerlässlich.


Dieses Bild entstand auf dem Areopag, dem Marshill. Dort hat Paulus seine berühmte Rede an die Athener gehalten und ihnen vom "unbekannten Gott" erzählt. Direkt im Schatten der Akropolis und die Stadt Athen darunter. 
Am Fusse des Hügels des Areopages ist eine Tafel angebracht, in der die Stelle aus der Apostelgeschichte im originalen griechisch steht. 
Und hier noch eine kleine Episode aus unserem eigenen Haus hier in unserem Lande. Ein ziemlich grosser Skorpion hat sich ins Haus verirrt und mir einen riesigen Schrecken eingejagt. Zum Glück hat er nicht zugestochen, das hätte sehr schmerzhaft werden können. 


Samstag, 30. September 2023

Wachstum

 

Am 2. September fand die grosse Absolvierungsfeier von der Amoud Universität statt. 1200 Studenten erhielten ihre Diplomas, Bachelor Degrees, Masters Degrees, oder sogar PhD Urkunden. Es war ein grosses Fest, das mit viel Aufwand und Liebe vorbereitet wurde. Das Fernsehen war da und der Vize Präsident des Landes war anwesend. Ich durfte ein Grusswort verlesen, für mich eine Ehre. Aber der ganze Tag war ein Höhepunkt im Jahresablauf dieser Stadt.
Wachstum ist in alle Richtungen zu verzeichnen. Unser Team wächst zusammen, wir verstehen uns besser, Vertrauen nimmt zu. Diese Bananenstaude fanden wir als Winzling vor, als wir im Mai in unser Haus einzogen. Jetzt ist sie schon sehr stattlich anzusehen.
Gleich zu Beginn unserer Zeit in unserem neuen Haus machten wir uns daran, Blumen anzusäen, und auch Passionsfrüchte. Diese scheinen das Klima und den vielen Regen den wir seit März hier haben, sehr zu geniessen. Erst vor einigen Tagen fingen sie an zu blühen, ich hoffe dass wir bald lieblichen Maracujasaft aus selbst geernteten Früchten geniessen können. Das ist unser Wunsch auch für die Beziehungen, die wir hier bauen. Dass sie blühen und Früchte bilden, die gutes hervorbringen.

Diesen Kaffestrauch fanden wir im neuen Grundstück vor. Er war extrem heruntergestutzt worden. Ich hatte schon Bedenken ob er noch einmal neu austreibt und sich erholt von der scharfen Schere mit der er behandelt wurde. Aber es dauerte nicht allzulang bis sich neue Triebe bildeten und inzwischen ist er ein Schmuckstück und glänzt in der Morgensonne. Das ist für uns ein schönes Bild für das was vor etwa 3 Jahren mit dem Team, das hier war, geschehen ist. Es ist komplett heruntergeschnitten worden. Jetzt ist es wieder am wachsen, obwohl es lange so ausgesehen hatte, als ob es nie wieder ein Team hier geben würde. Wir freuen uns auf die Früchte die wir ernten werden. 
Und hier ist die Gärtnerin, sie arbeitet hart dran, dass die richtigen Saatkörner in die Erde kommen und ordnungsgemäss behandelt werden. Das ist wahr wenn es um die Passionsfrüchte geht, die Sonnenblumen und was sonst noch in unserem kleinen Gärtchen spriesst. Es ist aber auch wahr, wenn es darum geht unser Team aufzubauen, sich um jeden einzelnen zu kümmern. Wenn es darum geht, bittere Wurzeln auszureissen, die vielleicht Missgunst hervorrufen können oder Missverständnisse zwischen den Kulturen zu beseitigen. Das geschieht durch gemeinsames Zeit verbringen, gemeinsames Essen und gemeinsames Arbeiten. 
Wir beten darum dass die Saat die wir säen, aufgeht und wächst und gute Früchte bringt. Herzliche Grüsse aus dem Spätsommer in der Region ums Rote Meer. 



Donnerstag, 31. August 2023

Der August in Bildern

 

Ein Spruch auf einem Teebeutel kann manchmal wichtiges zusammenfassen. So geschehen in einem Telefongespräch mit einer wichtigen Person in unserem Leben. Im Tun zeigt sich was wir können. 
Im Moment sind wir dabei diesen Landcruiser zu kaufen, den wir schon seit März fahren. Es klemmt noch an einigen Formalitäten. Wir hoffen aber dass wir bald alles durchbekommen.
Obwohl es im Moment fast jeden Tag regnet kommen immer wieder mal Kamele vor unserem Haus vorbei und ergötzen sich an den Bäumen die mit frischem Grün sie ganz offensichtlich anlocken.

Diejenigen, die schon lange hier leben, staunen über die ergiebigen Regenfälle die seit März fast ununterbrochen fallen. Es gibt keine Zerstörungen durch zu heftige Niederschläge sondern es ist genau die Menge die das Land braucht. 
Angang des Monats hatte ich die Gelegenheit an die Küste zu fahren. Für mich war es der heisseste Ort den ich je besucht hatte. Es waren locker 42 Grad im Haus und gefühlt nur durch Klimaanlage auszuhalten. Der Küstenstreifen ist dürr und ganz anders als wir es von Kenia gewohnt sind. Keine Palmen, es scheint einfach zu heiss zu sein. Aber die Fisch Spezialitäten sind ausgezeichnet.



 






Freitag, 28. Juli 2023

Time out

 Es ist gut zu reisen, Reisen bildet, so sagt man.

Nach fast genau 3 Monaten in Safariland war es für uns Zeit wieder mal in den Flieger zu steigen. Die erste Etappe auf unserer Tour war Rom. Von dort aus mit dem Zug weiter in das Städtchen Frascati nur eine halbe Stunde oder so entfernt. Dort konnten wir in einem kleinen Air BnB zwei Tage verbringen bevor die Arbeitskonferenz unserer Organisation stattfand. Es war ein besonderes Erlebnis zwei saudi arabische junge Christen als Sprecher der Konferenz zu haben. Erstaunliche Dinge passieren in Ländern die als verschlossen für das Evangelium gelten. Der Geist Gottes durchbricht alle Grenzen.

Nach einer Woche ging es wieder in den Zug um rechtzeitig zur Hochzeit von Naomi und Remy in Zürich zu sein.

Hanna-Joy war eine der Trauzeugen und es war wirklich eine Traumhochzeit wo einfach alles gestimmt hat. Im Hintergrund der Zürichsee und noch weiter dahinter die Bergkette der Alpen. 
Natürlich wollten wir noch etwas Zeit im Anschluss in der Zeit verbringen und konnten das gemeinsam zumindest für einige Tage gemeinsam mit unseren Kindern tun.
Danach ging es weiter, dieses mal mit einem geliehen Auto eines Freundes, der in der Nähe zur Kur war - nach Deutschland. In Villingen-Schwenningen wohnt Doortjes Schwester die seit Januar weiss dass sie unter einer Krankheit leidet, die dringend behandelt werden muss. Zuerst die OP, dann die Nachfolgetherapien. All das ist nicht leicht zu verkraften. Wir konnten zumindest ein paar Tage mit ihr leiden und helfen, wo es ging.
Und dann ging es auch schon wieder zurück ins Horn von Afrika. Neue Team mitglieder kamen mit uns an und wir formieren uns weiter und schauen mit viel Optimismus in die Zukunft. 
Bis zum nächsten mal,
Tommes


Sonntag, 30. April 2023

Hebron - der Name unseres Hauses in Boston


 Im 2. Buch Samuel im 2. Kapitel steht eine für mich bedeutsame Stelle die in meiner Bibellese auftauchte. Es war die Zeit in der wir die Entscheidung treffen sollten, bezüglich des Hauses das wir mieten sollten. Hier ist die Stelle:

Nach dem Tod Sauls wird David König von Juda. David fragt Jahwe: "Soll ich jetzt in eine der Städte Judas hinaufziehen?" Jahwe sagte: "Zieh hinauf!" David fragte weiter: "Wohin soll ich gehen?" - "Nach Hebron" war die Antwort. Da zog David dort hinauf. 

Diese Art von Gott Weisung zu erfragen ist erlaubt und sogar gewünscht. Es hat uns geholfen mutig voranzugehen und uns auf das Angebot einzulassen. Heute am letzten Tag des Monats April hat der Vermieter sein Versprechen wahr gemacht und hat das Haus hergerichtet und sogar noch putzen lassen. Heute war die Schlüsselübergabe und so nach und nach werden wir dann einziehen. Ohne Eile weil unsere Möbel erst Richtung Ende Mai bereit sind von der Hauptstadt hierher transportiert zu werden. Wir kaufen den Hausstand von einer jungen amerikanischen Familie, die nach 3 Jahren wieder zurückkehrt. 

Doortje kam letzten Sonntag von ihrem Kurzbesuch bei ihrer Schwester wieder zurück. Ich holte sie ab, wohlwissend dass meine Papier nicht in Ordnung waren. Auf dem Weg zum Flughafen wurde ich von der Polizei rausgeholt. "Papiere, Visum"- war die unfreundliche Begrüssung in rudimentärem Englisch. Die sind noch in der Einwanderungsbehörde - so musste ich zugeben. Erst einige Anrufe später durfte ich wieder weiterfahren. Mein bewaffneter Begleiter Mohamed - der immer dabei sein muss wenn ich als Fremder hier auserhalb der Stadt unterwegs ist, hat versucht ein gutes Wort für mich einzulegen, kam aber auch nicht durch. 


Für die nächsten Fahrten zwischen Boston und Houston wäre es absolut gut wenn die Papiere durchgehen so dass wir ungehindert Besucher abholen können, Möbel transportieren können und auch weitere Gegenden des Landes erkunden können.  



Samstag, 15. April 2023

Neustart

 Frohe Ostern nachträglich

Das Bild oben zeigt unsere Ostertradition, das Backen eines Osterlammes. Dieses Jahr durften wir Ostern in einem völlig anderen Kontext feiern, nicht in Deutschland, nicht in Kenia, sondern in unserem neuen Einsatzort im Horn von Afrika. Das Land zeigt sich in wunderschönem grün, denn seit unserer Ankunft Mitte März regnet es hier fast jeden Tag. Die Verwandlung des Landes ist unglaublich. Bei unserer Fahrt von der Hauptstadt in unseren Einsatzort fuhren wir durch trockenes und staubiges Land. 

Vor einigen Tagen fuhren wir die gleiche Strecke zurück um einige Leute zum Flughafen zu bringen, eine davon war meine Frau. Das Land sieht zum Teil aus wie ein englischer Rasen, grün und fruchtbar, kaum zu glauben. Die Reise nach Deutschland war sehr kurzfristig entschieden, denn meine Schwägerin kämpft mit einer schweren Krankheit und wir hatten beide den Eindruck dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist für sie da zu sein.

Wir sind jetzt gut einen Monat hier im Land und sind dankbar für die Zeit des Einlebens und die positive Art und Weise wie wir hier angenommen wurden. Unser team besteht aus 7 Erwachsenen aus verschiedenen Nationen. Wir wohnen derzeit im Haus eines Kollegen und nutzen das Auto eines anderen Kollegen und auch sonst wird vieles sehr grosszügig geteilt und es besteht eine Atmosphäre wo jeder weiss dass wir einander brauchen. So nach und nach wird das team wieder wachsen, manche kommen wieder nach einer längeren Abwesenheit. Und andere werden dann neu im team sein. 

Inzwischen haben wir uns für ein Haus entschieden das wir ab Mai mieten, noch wird es vom Hausbesitzer hergerichtet. Und so gehen wir Schritt für Schritt weiter um neues Land einzunehmen. Ich halte die Leser weiter auf dem laufenden.