Mittwoch, 13. Dezember 2023

Rundbrief Advent 2023

Rundbrief Advent 2023,
leider fehlen hier die Bilder. Aber der Text ist der richtige, der, den wir auch über den email Verteiler verschickt haben. Viel Spass beim Lesen.


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27.11.2023
Liebe Verwandte und Freunde,

 

Twende Safari
Welche Flagge ist das wohl?

In den letzten 2 Jahren bevor wir Kenia verlassen hatten, begannen wir eine Serie von video clips mit dem Titel "Twende Safari". Das heisst soviel wie, lasst uns miteinander auf die Reise gehen. Seit mehr als einem halben Jahr leben wir aber nicht mehr in Kenia sondern im nördlichen Nachbarland. 
Wir hören nicht mehr das vertraute Kiswaheli in den shops, man hört keine christliche Anbetungsmusik mehr aus den Häusern und Kirchen am Sonntagmorgen. Die Sounds die wir jetzt hören kommen aus den Lautsprechern der unzähligen Minarette der Moscheen die den islamischen Gebetsruf über die Dächer unserer Stadt erschallen lassen. Es gibt auch nicht mehr das viel geliebte Wochenende so wie wir es kannten. Am Donnerstag nachmittag kehrt eine gewisse Ruhe ein, das hiesige Wochenende wird eingeläutet. Am Freitag sind im Prinzip die Geschäfte geschlossen. Am Samstag ist dann der erste Arbeitstag der Woche. Obwohl der Sonntag ein ganz normaler Alltag ist, hat er für uns trotzdem auch hier die besondere Bedeutung. Es ist der Tag an dem wir als Team zusammen kommen, um in einem unserer Häuser gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Wir sind dankbar, dass uns diese Freiheit zugestanden wird.
Ach ja, und dann gibt es noch die Siesta. Eigentlich muss geschäftliches morgens erledigt werden, denn um 12:30 schliessen Läden und Geschäfte und öffnen erst wieder gegen 16:30. Um 18 Uhr ist wieder Gebetszeit. Danach ist es dunkel und wir sollten eigentlich nicht mehr unterwegs sein aus Sicherheitsgründen. An vieles kann man sich schnell gewöhnen, anderes dauert etwas länger.

 

 

Amoud University
Im letzten Rundbrief hatten wir schon von unserer Partnerorganisation Amoud University geschrieben. Durch sie bekommen wir unsere Einladung im Land zu sein und sie zeichnet auch verantwortlich für unsere Sicherheit. Bei jeder Überlandfahrt muss ein bewaffneter Soldat mit an Bord sein. Und derselbe wohnt auch auf unserem Grundstück.
Dörte hat sich in die landwirtschaftliche Fakultät eingearbeitet. Man findet sie tatsächlich mit der Hacke im Gemüsegarten der Landwirtschaftlichn Fakultät. Im Sommer war der Kampf mit den Insekten fast nicht zu gewinnen. Alles wurde abgefressen. Seit das Semester im Oktober wieder angefangen hat, sind drei Klassen auf dem Feld unterwegs. Manche hacken, manche verteilen coole Sprüche und manche kochen in Gedanken schon die Karotten. Als Sahnehäubchen würzen wir die Gartenzeit mit den Studenten durch Englisch Konversation. Sie versuchen in Englisch weiter zu kommen und Anleiterin Dörte in der Landessprache. Wer hätte das gedacht: Garten und Landwirtschaft als sozialer Treffpunkt mit der jungen Generation! Ideen und Pflanzen aus Kenia bringen auch optisch etwas Neues. Amaranth Blätter heissen jetzt hier Kenianischer Spinat. Für Anbau auf kleinstem Raum gibt es den Kegel-Garten, der wie eine Riesen Hochzeitstorte aussieht.
Der Abteilungsleiter Agrarwissenschaft hat uns eingeladen die neuen Studenten (1200 an der Zahl) mit peptalks für den Fachbereich Landwirtschaft und Umwelt zu rekrutieren, das bedeutet auch, man wurde wahrgenommen als hilfreicher Teil im Getriebe.
Thomas ist der "Alte", der "Pate", der das Team koordiniert und für networking zuständig ist.  Personalmanagment, Pastor, Mentor, Facility Manager, Partnerschaftskoordinator... jeden Tag ein anderer Schwerpunkt, damit  wir als Team in den Spuren unseres Herrn unterwegs sein können. 

 

 

Das Team
zwar ohne Namen aber doch kurz vorstellen wollen wir unseren Clan dann doch. Da gibt es R. eine Krankenschwester aus Deutschland, sie instruiert in der wichtigen Arbeit der Krankenpflege. Sie ist schon viele Jahre im Land. Dann gibt es noch 2 singles aus USA, S und K, beide sind Dozenten für Allgemeinmedizin, ebenfalls schon etliche Jahre im Land. Eine junge Familie aus den USA, N und K mit dem knapp einjährigen T. sind seit 2 Jahren im Land und seit Juli bei uns. Sie haben Krankenpflege bzw. Labortechnik als Hintergrund. Der Neuzugang, ebenfalls aus den USA ist die Familie D. Er ist Chirurg, die Ehefrau kümmert sich um die 4 Jungs im Alter von 4 bis 10 Jahren.
Einige sind schon lange da und wirken ermüdet  durch das Leben in der fremden Kultur. Die anderen kommen voller Energie neu an diesem Platz an, können aber noch nicht alleine einkaufen gehen. Was hilft da besser als ein gutes Abendessen und die Frage, wie geht es dir/euch? 
Freitags treffen wir uns als Team und sprechen über so hübsche Themen wie Risiken und Gefahrendrill, aber auch Picknick im Flussbett oder auf einem Hügel. Einmal im Monat findet unser Gottesdienst auf einer Matte unter einem Akazienbaum im Busch statt. Uns so haben wir in den letzten Wochen eine gewisse Routine und Offenherzigkeit im Team gespürt.Dafür sind wir sehr dankbar und hoffen, dass wir alle in diese Richtung weiter wachsen.
Recht oft kommen Besucher zu uns, obwohl wir gefühlt am Ende der Welt leben. Die meisten tragen die Frage im Herzen ob sie an einem Platz wie dem unseren leben können. Manche beantworten die Frage mit einem klaren Nein oder mit einem "vielleicht". 

 

 

Griechenland
Man lernt nie aus, das ist allgemein bekannt und dem Motto folgen wir. Wir sind uns bewusst dass wir mit dieser Einstellung leben müssen um die Herausforderung: "interkulturelles Leben" gut zu meistern. Wir wurden von unserer Partnerorganisation nach Griechenland für ein Leiterschaftstraining eingeladen. Uns wurde ein Mentorenehepaar an die Seite gestellt, mit denen wir für die nächsten 2 Jahre sozusagen den Weg gemeinsam gehen. Man trifft sich in regelmässigen Abständen, um gesteckte Ziele abzufragen, und Streckenabschnitte zu evaluieren. Das Ehepaar hat über 40 Jahre in verschiedenen Ländern Afrikas gelebt und sind jetzt im Ruhestand in Amerika. Wir sind dankbar für Wegbegleiter, so wie es auch viele von Euch für uns sind. Ach ja, und nebenbei besuchten wir einige Stationen des Apostels Paulus wie z.B. den Areopag wo Paulus seine berühmte Rede an die Athener hielt. 

 

 

Familienbesuch
Wir freuen uns auf den angesagten Besuch von unseren Kindern. Hanna-Joy macht eine Missionsreise nach Djibouti, das liegt bei uns ja um die Ecke, so dass sie zu Weihnachten bei uns sein kann. Das wird dann auch der Abschluss ihrer mehrmonatigen Weltreise.
Benji hat inzwischen sein Studium hinter sich. Er ist seit einigen Wochen mit Laura verlobt. Sie wollen im August 2024 heiraten. Laura hat ein Studium in Bern angefangen und Benji hat aus gegebenem Anlass eine Stelle in der Nähe von Bern ab März '24. Die beiden wollen im August heiraten. Und für Weihnachten sind sie bei uns.
So singen wir schon jetzt "coming home for christmas" ! Unser Team hat gebeten, dass wir als deutsche Delegation den 24. Dezember gestalten, denn man kennt sonst eher den 25.12. morgens als Feiertag. Was macht den Heiligen Abend in Deutschland zu einem besonderen Tag? Das ist eine schöne kreative Herausforderung darüber nachzudenken und hier in diesem Umfeld zu gestalten. Ein Umfeld in dem Weihnachten gänzlich unbekannt ist. 
Wir beten dass Christus der Herr in dieser Region bekannt wird als der Erlöser und Immanuel, der 'Gott mit uns'.
 

 

Mit ganz herzlichen Grüssen aus dem Horn von Afrika,
Thomas und Dörte 

 

Thomas und Dörte Renner
tdrenner@gmail.com
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Signal: +4915753368005

 

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