Dienstag, 31. Dezember 2019

wishing you all a happy new year

Am Ende des alten Jahres

Weihnachten fand uns in Kijabe. Von der Terasse hatten wir den Blick auf Mt. Longonot in seinen sich ständig verändernden Farben und Umkleidungen von Wolken. Die Ruhe in diesen Tagen war ungewohnt, kein Lärm durch rasende Motorräder oder hupende Autos die wir sonst in G-town haben. 

Die Gegend um Kijabe lädt zum wandern ein, auch zum mountainbiking, was ich auch manches mal gemacht habe. Pünktlich um 1 Uhr am Nachmittag fing es immer an zu regnen. Es war die Zeit, die Gummistiefel auszupacken.

Die feuchte Erde bringt herrliche Blüten hervor. 

Die Bäche die wir sonst nur als trockene Flussbetten kennen sind zu wilden Gebirgsbächen geworden. Und so wurde unsere Weihnachtswanderung zu einer schönen und erholsamen Zeit mit Kuhglocken als Hintergrundgeräusch. 
Inzwischen sind wir aber wieder zurück in unserer Stadt G-town und gewöhnen uns wieder an die Hitze und die beissenden Moskitos. Trotzdem ist es schön wieder in den eigenen 4 Wänden zu sein.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020. 

Donnerstag, 26. Dezember 2019

merry christmas


Boxing day


Die Miniaturkrippe, passend für Leute wie wir, die oft aus dem Koffer leben, hat uns in diesen Weihnachtstagen in die richtige Stimmung versetzt. Wir hatten das Privileg für diese besonderen Tage in einer Wohnung von Freunden in Kijabe zu sein. Die Eigentümer der Wohnung waren für diese Tage zu einem Familientreffen nach Amerika geflogen und so war das Haus frei. Sie waren so freigiebig und überliessen uns die Wohnung und wir konnten die Flügel etwas hängen lassen.
Ein Grund warum wir aus G-town raus sind zu dieser Zeit ist der alljährliche Exodus. Fast alle Freunde die Familie in anderen Gegenden Kenias haben, nehmen die Gelegenheit wahr und besuchen die Verwandten und Freunde. "coming home for christmas" so besingt es das bekannte Weihnachtslied.
Wir empfinden das genauso, wenn wir nach Kijabe kommen, kommen wir in vielerlei Hinsicht nach Hause. Vor allem in dieser Jahreszeit ist es schön Familie um sich zu wissen.
In einem email hatte ich schon angedeutet dass wir im Januar nach Deutschland kommen werden. Die Erkrankung von Thomas' Vater ist der Anlass eines ausserplanmässigen Besuchs in Deutschland. So gegen Mitte Januar planen wir zu fliegen und für etwa 2 Wochen dort mit Familie zu sein.
Manche werden wir dann sehen, bis dahin, have yourself a very merry christmas and a happy new year. 

Donnerstag, 19. Dezember 2019

networking

Daud 

Daud ist etwa 23 Jahre alt und wurde erst vor kurzem von einer Dorfgesundheitshelferin "gefunden". Bis dahin hatte er nie eine Klinik gesehen, geschweige denn medizinische Hilfe in irgendeiner Form erhalten. Behinderte werden oft versteckt gehalten weil sie als "Fluch Allah's" verstanden werden. Die Mutter hat wirklich versucht ihm so gut es ihr möglich war zu helfen. Letzte Woche konnten wir Daud einen nagelneuen Rollstuhl bringen. Das Kissen auf dem er sitzt musste genau nach seiner Körperform angepasst werden. Aber jetzt kann er so sitzen dass er einigermassen bequem ist. Toll ist es zu sehen, dass auch in einer von Resourcen nicht verwöhnten Umgebung doch die Hilfe zu Hause die beste und wichtigste ist. Es sind immer Kinder um ihn und schieben ihn zwischen den Hütten herum und er kann sich freuen weil er ständig umgeben ist von Leuten. 

Vor einigen Tagen, an einem Wochenende, packte ich meine kleine Maschine und fuhr in eine Gegend die ich schon immer mal besuchen wollte. Der Ort heisst Malka Mansa und war bis vor einigen Jahren ein Ort wo kenianische Missionare ihre Basis aufgeschlagen hatten. Bewohnt wird der Ort von verschiedenen Stämmen. Da gibt es die Leute die hauptsächlich in Wajir beheimatet sind, dann gibt es die Orma und die Munyoyaya. Allein über die Pisten zu fahren, jetzt nachdem es so richtig viel geregnet hat ist atemberaubend schön. In all den Jahren in denen wir jetzt im Nordosten Kenias unterwegs sind, war es nie so grün wie in diesen Wochen. Ausgiebiger Regen und vor allem anhaltender Regen hat dazu geführt dass die Vegetation so ist wie es auf diesem Bild zu sehen ist.

Malka Mansa kann stolz von sich behaupten dass es einen grossen Baum in der Mitte hat und gleich daneben befindet sich der "Guled shop". Beim reinfahren in den Ort musste ich mich erst mal kundig machen wo ich mich befinde. Innerhalb kürzester Zeit sammelt sich eine Menschentraube um mich herum und alle wollen wissen wo ich herkomme, warum ich hier bin und wohin ich fahre. Durch die verschiedenen Sprachen die ich in dem Gespräch verwende kommt eine gewisse Verwirrung auf. Bin ich einfach Weisser, also Amerikaner oder Europäer? Oder vielleicht doch eher Araber? Ich lasse die Spannung so stehen und gehe rüber in den Guled Shop und schaue ob es dort etwas zu trinken gibt. Unter einem Schattendach ist eine Matte ausgebreitet, auf die setze ich mich erst mal und bekomme eine warme Cola zero serviert und werde von den beiden Jugendlichen die man hier auf dem Bild sieht unterhalten. 
Auf dem Weg zurück muss ich schnell machen um dem näher kommenden Regen vorauszufahren. Die Sandpisten verwandeln sich schnell in unpassierbare Schlammlöcher. 
Merry Christmas 


Samstag, 30. November 2019

Notfallmediziner, die zweite Runde


Tolle Verstärkung aus Kijabe


Gestern durften wir die zweite Runde unserer Notfallmediziner verabschieden. Kurz bevor der Flieger kam um die beiden jungen Männer abzuholen trafen wir uns noch in einem der schönen Hotels in unsrer Stadt. Da wächst Gras und schöne Bäume die man sonst bei uns nicht sieht. Ein richtig schöner Park der immer wieder zu Fotosessions einlädt. 


Die junge Dame die noch im Bild ist, ist eine Ärztin aus Kabarak die ihr interkulturelles Praktikum bei uns macht. Mit diesem team setzten wir uns zusammen um zu reflektieren wie sie die Zeit bei uns in diesem neuen Programm empfanden und welche Lektionen sie gelernt haben. Es war toll zu hören wie sie respektiert wurden und ihre Veränderungsvorschläge für das Krankenhaus grösstenteils angenommen wurden. Die kulturellen Unterschiede waren ziemlich krass konnten aber im Gespräch gut verarbeitet werden. 


Zusammen mit der jungen sehr engagierten Ärztin besuchten wir unseren Freund Daud. Daud hat vor kurzem einen neuen Rollstuhl bekommen, der musste aber auf seine Körperform angemessen werden. Daud ist zwar schon 23 Jahre alt, hat aber vor etwa einem halben Jahr zum ersten mal einen Arzt gesehen. Jetzt in der Regenzeit hat er sich eine richtig dicke Erkältung zugezogen und ist nur am husten. Durch seine Schwäche kann er aber kaum den Schleim raushusten und leidet ziemlich. Sarah, untersucht ihn hier um zu checken ob er sich eine Lungenentzündung zugezogen hat. 


Und wenn man dann schon mal im Dorf ist, findet man immer eine ganze Menge kranker Kinder. Entwurmungstabletten sind immer gut, weil wirklich fast alle mit Würmern belastet sind. Für uns alle war es schön zu sehen dass die Pflege zu Hause auch in diesen sehr schwierigen Umständen scheinbar immer noch die beste Pflege ist. Daud hat immer Kinder um sich, er wird gedreht so dass er keine Druckstellen vom liegen bekommt. 
Für unsere Ärzte aus dem besser gestellten Kenia sind diese Besuche im Dorf immer wichtig um sich klarzumachen dass Gesundheit wirklich im Haushalt anfängt und nicht im Krankenhaus. So vieles an Komplikationen kann vermieden werden durch Aufklärung etc. 
Bis demnächst wieder


Sonntag, 17. November 2019

Teambesuche in G-town


Begegnungen der Kulturen
Das Kijabe team Maternal and Newborn Community Health project kam für eine Woche zu uns um eine trainingseinheit durchzuführen. Gute Gelegenheit um alle teams die auch noch in G-town zu der Zeit waren zu dem beliebten "Nyama choma" - Kisuaheli für Grillparty - einzuladen. 

Für die Frauen im team ist Grillfleisch vielleicht wichtig aber nicht so wichtig wie ein Einkaufstrip im lokalen Markt. Die Augen können sich gar nicht satt sehen an der Vielfalt von Formen und Farben. Jede von ihnen strahlt übers ganze Gesicht.

Dieses Bild entstand bei der Ankunft des Kijabe teams am G-town Flugplatz. Neben dem community Health project mitgliedern kamen auch noch einige andere, wie z.B. der australische Chirurg Dr. Bird der für einige Tage sein Talent dem lokalen Krankenhaus zur Verfügung gestellt hat.


Wir durften an einer besonderen Veranstaltung als Ehrengast dabei sein und die lang ersehnten Zertifikate und Identifikationskarten feierlich übergeben. Dörte ehrt hier den Vorstand der Gruppe von Freiwilligen aus einem kleinen Ort entlang des Highway nach Nairobi.


Mit dieser Gruppe verbrachten wir fast ein halbes Jahr um sie als Freiwilligenhelfer auszubilden. Es war ein langer aber sehr lohnenswerter Prozess. Isaak, hat uns von Anfang an mit seinem sanften Wesen beeindruckt. Er wird sicher eine gute Arbeit in seinem Dorf machen. 

Kein Feier ohne richtig zünftiges Essen. Dieses Dorf hat es geschafft 5 Ziegen zu spendieren und eine richtige Party auf die Beine zu stellen. Es gehört sich natürlich dass Frauen und Männer getrennt sitzen. Aber halt, da hat sich einer auf der falschen Seite hingesetzt. Wahrscheinlich fand er die junge Dame zu attraktiv.

Wir Männer haben uns strikt an die Regeln gehalten und blieben unter uns. Rechts sitzt der Vater von unserer südafrikanischen Teamkollegin. Er hat seine Tochter für 3 Wochen hier bei uns besucht und war völlig angetan von der Gemeinschaft die er hier erlebt hat. 
Der junge Mann im weissen t-shirt kommt aus Deutschland und hat seinen Urlaub eingesetzt um im medizinischen Bereich mitzuarbeiten. 
Liebe Grüsse und bis zum nächsten mal

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Zwischenbericht


Alles gut?
So lautet die Frage die ich in Deutschland viel gehört habe. Gar nicht so leicht zu beantworten. In den afrikanischen Sprachen mit denen wir umgehen, ist es ähnlich. So lange die wichtigsten Körperfunktionen da sind, ist im Prinzip alles gut. 
Es bedarf da ja oft einer etwas genaueren Beschreibung was das Leben gut macht, ich versuche das mal anhand einiger Bilder zu illustrieren. 

Es ist gut wenn man Dinge, Fakten, Erfahrungen die man über viele Jahre sich angeeignet hat, weiterzugeben. Hier ist Dörte beim Unterrichten einer Klasse von angehenden Pastoren in Kijabe. Der Themenbereich umfasst Interkulturelle Kommunikation und Umgang mit verschiedenen Religionen.
Nicht nur bei angehenden Pastoren hatten wir beide das Vergnügen in den gleichen Bereichen unsere Erfahrungen weiterzugeben. Die Gruppe von jungen afrikanischen Ärzten war uns für eine Woche lang anvertraut von einer Universität im Westen Kenias. Das Ziel dieser Uni ist es Allgemeinärzte so auszubilden dass sie sich jeder Kultur auf sensitive Weise sich anpassen können um gleichzeitig das ihnen selber so wichtige Teil ihres Lebens, das Evangelium Christi, weiterzugeben. 
Im Somalistadtteil von Nairobi war die Wiedersehensfreude gross als wir uns mit der persönlichen Assistentin einer Abgeordneten nach langer Zeit wieder gesehen hatten. 
Vor etwa 2 Wochen begann das Programm das wir von langer Hand geplant hatten, eine Zusammenarbeit zwischen Kijabe und unserer Stadt hier. Die zwei die hier Dörte flankieren sind die ersten Vertreter des Notfall medizinischen Programms das für die nächsten 3 Jahre hier laufen soll. Dr. Jon und die kenianische Kollegin sind die Pioniere die sich getraut haben zu uns raus zu kommen um das super wertvolle Trainingsprogramm hier gut einzufädeln. 
Ach so, der kleine hübsche auf Dörtes Arm ist Munene, der kleine Sohn unserer Kollegen, die wir schon mal vor über einem Jahr im blog hatten. Damals war ihr Haus fast komplett unter Wasser und sie mussten eine Weile bei uns im Hause Zuflucht finden. 
Bis die Tage, Tommes

Sonntag, 11. August 2019

Äquatorüberquerung

Sonntagnachmittagausflug


Nach einigen besuchsreichen Wochen, konnten Doortje und ich den Sonntag nutzen um die neu ausgebaute Strecke zwischen Garissa und Wajir zu testen. Wahrscheinlich ist es das beste Strassenstück in ganz Kenia. Ungefähr 40 km nördlich von Garissa überquert man den Äquator und kommt somit in die nördliche Hemisphäre. Nicht dass sich die Landschaft ändert, so ist es nicht. Aber es war zumindest ein Bild wert, Doortje mitten auf der Strasse sitzend auf der Äquatorlinie zu fotografieren. 


Freitag, 2. August 2019

Kwaheri

Kwaheri ist das suaheli wort für 'Auf Wiedersehen'

Heute früh haben wir uns von unserem Patenkind und ihrer Freundin verabschiedet. Hier in unserem Umfeld sind sie ganz einfach für zwei Wochen zu unseren Töchtern geworden. Das macht die Diskussionen leichter wenn die Männer kommen und sagen sie möchten eine von den beiden haben.
Es ist oft unangenehm für Frauen auf der Ebene angeredet zu werden. Dann hilft es zum Vater zu verweisen, das löst dann genug Respekt aus weil dann klar ist dass die jungen Damen unter einer Autorität sind.
Bis demnächst von unserer Seite 

Montag, 29. Juli 2019

Video

3 Wochen nach Rückkehr nach Kenia

Hier findet Ihr unseren Video mit einigen Erfahrungen von unserem Wiedereinstieg in die Arbeit in Kenia.

https://www.dropbox.com/s/7a8ssp1gg47bvti/Gemeindeclip%20.mov?dl=0




Donnerstag, 13. Juni 2019

Heimataufenthalt 2019 in Bildern




Jahreszeiten



Einer der ersten Momente wo das Gras schon etwas höher war, die Sonne schon etwas mehr Kraft hatte. Family time around Velbert. Diskussionen über Gott und die Welt haben unsere Herzen erwärmt so wie es die junge Frühlingssonne getan hat.

60 Jahre jung sind die Eltern nun verheiratet und immer wirken sie noch frisch verliebt. Ein ausgesprochen schöner Frühsommertag erlaube es der Familie draussen im Garten ein schönes Fest zu feiern zu Ehren der Jubilare.


Hier sieht man uns noch eingewickelt in die dicken Schals weil der Winter uns damals noch fest im Griff hatte. Die Ausstrahlung der lieben Menschen die wir besucht hatten brachte so viel Wärme in unsere Herzen. So wie diese Menschen auf dem Bild haben auch viele andere unsere Herzen berührt und Freude gebracht.



Ein Highlight war das Treffen mit zwei evangelischen Schwestern der Christusbruderschaft Selbitz in Oberfranken. Diese beiden haben eine tiefe Beziehung zu unserem lebendigen Gott und strahlen diesen auch aus. Sr. Emma ist weit über 90 und ihr Geist ist fit und wach und wenn man sie besucht, kommt man ermutigt und gestärkt aus dem Besuch raus. 

Der Kairoskurs ist inzwischen fester Bestandteil unseres repertoires wenn es um Lehre und Verständnis von und über Mission geht. Der Kurs, der über 40 Stunden geht schafft es ganz oft Menschen eine neue Perspektive über Sinn und Ziel des Daseins als einzelner Christ und auch der Gemeinde als grosses zu verschaffen.

In Horb am Neckar war ein besonderer Abend mit Männern um über das Thema Mut und Vertrauen zu sprechen. Es hat Spass gemacht herauszufordern Gott im Abenteuer des Alltags zu erleben. 

Dörte am preachen

Holiday mood auf Malta


Auf der Freilichtkanzel, egal wo es ist, über die Güte Gottes können wir immer reden. Denn die ist jeden Morgen neu.

Völker begegnen sich. Unsere Somalifreunde die wir vor mehr als 3 Jahren hier kennenlernten als sie ganz frisch nach Deutschland kamen. Inzwischen ganz gut etabliert und irgendwie auch angekommen. Es war schön sich wiederzusehen.
 
Generationen begegnen sich und haben sich etwas zu erzählen. Hier meine Tante mit über 90 Jahren mit einer bemerkenswerten Frische und geistigen Vitalität. 

Die Gemeinde in Soest hat einen besonderen Platz in Dörtes Herzen. Dort hat sie vor 30 Jahren zum lebendigen Glauben an Christus gefunden. Durch die Treue des damaligen Leiters hat sich der Kontakt gehalten, bzw. ist wieder aufgelebt und wir durften dort einen Einsatz machen und liebe Menschen treffen die wir nicht oft sehen.


Hier sind wir in Velbert mit Freunden und sagen schon mal "Kwaheri" - tschüss auf Kiswaheli - und werden wieder mehr posten und vor allem regelmässiger wenn wir dann wieder in Kenia sind. 





Mittwoch, 12. Juni 2019

Auf Wiedersehen

Auf Wiedersehen Deutschland,

so war der Titel unseres Rundbriefs der vor einigen Tagen rausging

Für ein halbes Jahr führte unser Weg weg von der Staubpiste und den schlaglochübersäten Strassen Afrikas hin zu den vollen Autobahnen Deutschlands. Wir kreuzten quer durchs Land, um Besuche zu machen, in Hauskreisen zu erzählen, in verschiedenen Gemeinden zu predigen. Wir haben uns auch in der gemeinsamen Predigt geübt. Ein Familienurlaub führte uns auf die schöne Mittelmeerinsel Malta. Der Kongress christlicher Führungskräfte in Karlsruhe war ein Höhepunkt. Ach, natürlich war auch wieder ein Kairos Kurs dabei (der taucht inzwischen in fast jedem Rundbrief auf): Zum dritten Mal waren wir mit dem eingespielten Velberter Kairosteam zusammen. Zusammen mit dem Jugendpastor unserer Gemeinde gestalteten wir eine coole Jugendwoche. Gute Gelegenheit den eigenen Glauben zu festigen und zu vertiefen.  Während wir in der Velberter Innenstadt unterwegs waren, trafen wir unsere Somali Freundinnen, die wir 2015 kennengelernt hatten. Ein paar Sätze Somali und schon fühlen wir uns Zuhause!
Ich, Dörte, mochte diese Zeit in Deutschland sehr. Wir hatten dieses Mal keine grossen Grundsatzentscheidungen zu treffen. Zeit mit den Kindern und der grösseren Familie sind besondere Zeiten. Wir haben euch getroffen und einander von unseren Leben erzählt. Ich freue mich über die Vorbilder, die voller Elan und Hoffnung vorausgehen. Hoffnung und Handeln Gottes sehe ich in unseren Geschichten und daran freue ich mich.  Außerdem waren wir bis zum warmen Sommer in Deutschland, Fahrradfahren und grüner Laubwald tun einfach gut, reparierte Zähne, Vorsorgen etc. machen mich dankbar und geben mir den Eindruck, dass wir jetzt dann bereit sind wieder loszuziehen.

Bleib flexibel-
....sagt die Bibel, so sagen manchmal unsere Kinder scherzhaft, wenn sich Pläne kurzfristig ändern. Das steht so nicht in der Bibel, aber Psalm 31:15 sagt: "Meine Zeit steht in Deinen Händen". Ganz in der Nähe, nämlich in den Sprüchen Salomos 3 vers 5 liest es sich so: "Verlass Dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass Dich nicht auf Deinen Verstand. Sondern gedenke an ihn in allen Deinen Wegen so wird er Dich recht führen."
Als IKM (Interkultureller Mitarbeiter im heutigen Sprachgebrauch) unterwegs zu sein erfordert Flexibilität. Statt am Himmelfahrtstag zurückzufliegen, entschieden wir uns, noch an unserer jährlichen Missionskonferenz von VM International, Ende Juni, teilzunehmen. 
Wiederausreise nach Kenia am 4. Juli 2019
Ende Mai wurden wir offiziell und feierlich mit Gebet und Segnung von unserer Heimatgemeinde, der Christusgemeinde Velbert, ausgesandt. Vor ziemlich genau 20 Jahren standen wir schon einmal dort an der Stelle, damals noch mit kleinen Kindern, um zum ersten Mal  ausgesandt zu werden. Viele weitere Aussendungen folgten. Es war immer ein emotionales Erlebnis von dem Leib Christi für den Auftrag einem Volk am anderen Ende der Welt zu dienen, gesandt zu werden. Auch dieses mal starke Worte der Ermutigung, mit denen wir weiter den Rückenwind des Herrn Jesus Christus spüren.
Die jungen Erwachsenen- unsere Kinder
Hanna-Joy hat inzwischen ihr Bachelor Studium in Freiburg abgeschlossen ist aber offiziell immer noch Studentin. Sie gibt ihrem Studium den praktischen Unterbau durch die Arbeit als Rettungssanitäter. Damit sie bald mit Blaulicht den Rettungswagen fahren kann, sieht man sie in einem LKW der Fahrschule die Strassen Freiburgs durchkreuzen!
Joas Benjamin studiert weiterhin in Düsseldorf Medizin. Das berühmt berüchtigte Physikum kommt immer näher und wirft seine Schatten voraus. Wenn er zur Entspannung die Kochtöpfe erhitzt und seine Gewürze in raffinierter Weise einsetzt, kommen Freunde und Kommilitonen gerne in die WG.
Und was kommt als nächstes?
Während wir in Deutschland waren ging die Arbeit in Kenia weiter. Unser starkes Team mit Dr. Mary hat sich weiter um die Dörfer gekümmert. Kijabe Hospital hat mehrere Besuche in unserer Stadt G-town gemacht. Auf oberster Ebene liefen die Gespräche bis dahin, dass nun ein Kooperationsvertrag zwischen Kijabe Hospital und dem Gesundheitsministerium der Stadt vorliegt. Die Regierung muss sich noch Gedanken machen, ob sie bereit sind etwas zum Erfolg des Projektes dazu zutun. Es geht um die Ausbildung von Notfallmedizinern und Narkose Fachleuten. Krankenpfleger werden eine Zusatzausbildung bekommen, um im OP Saal dafür zu sorgen, dass der Chirurg operieren kann auch wenn im Umkreis von mehreren hundert Kilometern kein Narkosearzt zu bekommen ist.
Wir werden die Dozenten, die für mehrere Monate aus Kijabe nach G-town kommen, in unser bestehendes Team integrieren.
Außerdem sind wir mit einer Frau aus England mit tanzanischen Wurzeln im Gespräch. Sie möchte sich auf unser 2-jähriges Programm  einlassen. Und auch sonst haben sich schon einige Besucher angemeldet.
Wir freuen uns wieder darauf mit unseren Freunden aus der kenianischen Kirche zu leben, zu arbeiten und zu entwickeln.