Auf Wiedersehen Deutschland,
so war der Titel unseres Rundbriefs der vor einigen Tagen rausging
so war der Titel unseres Rundbriefs der vor einigen Tagen rausging
Für ein halbes Jahr führte unser Weg weg von der Staubpiste
und den schlaglochübersäten Strassen Afrikas hin zu den vollen Autobahnen Deutschlands.
Wir kreuzten quer durchs Land, um Besuche zu machen, in Hauskreisen zu
erzählen, in verschiedenen Gemeinden zu predigen. Wir haben uns auch in der
gemeinsamen Predigt geübt. Ein Familienurlaub führte uns auf die schöne
Mittelmeerinsel Malta. Der Kongress christlicher Führungskräfte in Karlsruhe
war ein Höhepunkt. Ach, natürlich war auch wieder ein Kairos Kurs dabei (der
taucht inzwischen in fast jedem Rundbrief auf): Zum dritten Mal waren wir mit
dem eingespielten Velberter Kairosteam zusammen. Zusammen mit dem Jugendpastor
unserer Gemeinde gestalteten wir eine coole Jugendwoche. Gute Gelegenheit den
eigenen Glauben zu festigen und zu vertiefen.
Während wir in der Velberter Innenstadt unterwegs waren, trafen wir
unsere Somali Freundinnen, die wir 2015 kennengelernt hatten. Ein paar Sätze
Somali und schon fühlen wir uns Zuhause!
Ich, Dörte, mochte diese Zeit in Deutschland sehr. Wir
hatten dieses Mal keine grossen Grundsatzentscheidungen zu treffen. Zeit mit
den Kindern und der grösseren Familie sind besondere Zeiten. Wir haben euch
getroffen und einander von unseren Leben erzählt. Ich freue mich über die
Vorbilder, die voller Elan und Hoffnung vorausgehen. Hoffnung und Handeln
Gottes sehe ich in unseren Geschichten und daran freue ich mich. Außerdem waren wir bis zum warmen Sommer in
Deutschland, Fahrradfahren und grüner Laubwald tun einfach gut, reparierte
Zähne, Vorsorgen etc. machen mich dankbar und geben mir den Eindruck, dass wir
jetzt dann bereit sind wieder loszuziehen.
Bleib
flexibel-
....sagt die Bibel, so sagen manchmal unsere Kinder
scherzhaft, wenn sich Pläne kurzfristig ändern. Das steht so nicht in der
Bibel, aber Psalm 31:15 sagt: "Meine Zeit steht in Deinen Händen".
Ganz in der Nähe, nämlich in den Sprüchen Salomos 3 vers 5 liest es sich so:
"Verlass Dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass Dich nicht auf
Deinen Verstand. Sondern gedenke an ihn in allen Deinen Wegen so wird er Dich
recht führen."
Als IKM (Interkultureller Mitarbeiter im heutigen
Sprachgebrauch) unterwegs zu sein erfordert Flexibilität. Statt am
Himmelfahrtstag zurückzufliegen, entschieden wir uns, noch an unserer
jährlichen Missionskonferenz von VM International, Ende Juni,
teilzunehmen.
Wiederausreise
nach Kenia am 4. Juli 2019
Ende Mai wurden wir offiziell und feierlich mit Gebet und
Segnung von unserer Heimatgemeinde, der Christusgemeinde Velbert, ausgesandt.
Vor ziemlich genau 20 Jahren standen wir schon einmal dort an der Stelle,
damals noch mit kleinen Kindern, um zum ersten Mal ausgesandt zu werden. Viele weitere
Aussendungen folgten. Es war immer ein emotionales Erlebnis von dem Leib
Christi für den Auftrag einem Volk am anderen Ende der Welt zu dienen, gesandt
zu werden. Auch dieses mal starke Worte der Ermutigung, mit denen wir weiter
den Rückenwind des Herrn Jesus Christus spüren.
Die
jungen Erwachsenen- unsere Kinder
Hanna-Joy hat inzwischen ihr Bachelor Studium in Freiburg
abgeschlossen ist aber offiziell immer noch Studentin. Sie gibt ihrem Studium
den praktischen Unterbau durch die Arbeit als Rettungssanitäter. Damit sie bald
mit Blaulicht den Rettungswagen fahren kann, sieht man sie in einem LKW der
Fahrschule die Strassen Freiburgs durchkreuzen!
Joas Benjamin studiert weiterhin in Düsseldorf Medizin. Das
berühmt berüchtigte Physikum kommt immer näher und wirft seine Schatten voraus.
Wenn er zur Entspannung die Kochtöpfe erhitzt und seine Gewürze in raffinierter
Weise einsetzt, kommen Freunde und Kommilitonen gerne in die WG.
Und was
kommt als nächstes?
Während wir in Deutschland waren ging die Arbeit in Kenia
weiter. Unser starkes Team mit Dr. Mary hat sich weiter um die Dörfer
gekümmert. Kijabe Hospital hat mehrere Besuche in unserer Stadt G-town gemacht.
Auf oberster Ebene liefen die Gespräche bis dahin, dass nun ein
Kooperationsvertrag zwischen Kijabe Hospital und dem Gesundheitsministerium der
Stadt vorliegt. Die Regierung muss sich noch Gedanken machen, ob sie bereit
sind etwas zum Erfolg des Projektes dazu zutun. Es geht um die Ausbildung von
Notfallmedizinern und Narkose Fachleuten. Krankenpfleger werden eine
Zusatzausbildung bekommen, um im OP Saal dafür zu sorgen, dass der Chirurg
operieren kann auch wenn im Umkreis von mehreren hundert Kilometern kein
Narkosearzt zu bekommen ist.
Wir werden die Dozenten, die für mehrere Monate aus Kijabe
nach G-town kommen, in unser bestehendes Team integrieren.
Außerdem sind wir mit einer Frau aus England mit
tanzanischen Wurzeln im Gespräch. Sie möchte sich auf unser 2-jähriges
Programm einlassen. Und auch sonst haben
sich schon einige Besucher angemeldet.
Wir freuen uns wieder darauf mit unseren Freunden aus der
kenianischen Kirche zu leben, zu arbeiten und zu entwickeln.

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