Am 2. September fand die grosse Absolvierungsfeier von der Amoud Universität statt. 1200 Studenten erhielten ihre Diplomas, Bachelor Degrees, Masters Degrees, oder sogar PhD Urkunden. Es war ein grosses Fest, das mit viel Aufwand und Liebe vorbereitet wurde. Das Fernsehen war da und der Vize Präsident des Landes war anwesend. Ich durfte ein Grusswort verlesen, für mich eine Ehre. Aber der ganze Tag war ein Höhepunkt im Jahresablauf dieser Stadt.
Wachstum ist in alle Richtungen zu verzeichnen. Unser Team wächst zusammen, wir verstehen uns besser, Vertrauen nimmt zu. Diese Bananenstaude fanden wir als Winzling vor, als wir im Mai in unser Haus einzogen. Jetzt ist sie schon sehr stattlich anzusehen.
Gleich zu Beginn unserer Zeit in unserem neuen Haus machten wir uns daran, Blumen anzusäen, und auch Passionsfrüchte. Diese scheinen das Klima und den vielen Regen den wir seit März hier haben, sehr zu geniessen. Erst vor einigen Tagen fingen sie an zu blühen, ich hoffe dass wir bald lieblichen Maracujasaft aus selbst geernteten Früchten geniessen können. Das ist unser Wunsch auch für die Beziehungen, die wir hier bauen. Dass sie blühen und Früchte bilden, die gutes hervorbringen.
Diesen Kaffestrauch fanden wir im neuen Grundstück vor. Er war extrem heruntergestutzt worden. Ich hatte schon Bedenken ob er noch einmal neu austreibt und sich erholt von der scharfen Schere mit der er behandelt wurde. Aber es dauerte nicht allzulang bis sich neue Triebe bildeten und inzwischen ist er ein Schmuckstück und glänzt in der Morgensonne. Das ist für uns ein schönes Bild für das was vor etwa 3 Jahren mit dem Team, das hier war, geschehen ist. Es ist komplett heruntergeschnitten worden. Jetzt ist es wieder am wachsen, obwohl es lange so ausgesehen hatte, als ob es nie wieder ein Team hier geben würde. Wir freuen uns auf die Früchte die wir ernten werden.
Und hier ist die Gärtnerin, sie arbeitet hart dran, dass die richtigen Saatkörner in die Erde kommen und ordnungsgemäss behandelt werden. Das ist wahr wenn es um die Passionsfrüchte geht, die Sonnenblumen und was sonst noch in unserem kleinen Gärtchen spriesst. Es ist aber auch wahr, wenn es darum geht unser Team aufzubauen, sich um jeden einzelnen zu kümmern. Wenn es darum geht, bittere Wurzeln auszureissen, die vielleicht Missgunst hervorrufen können oder Missverständnisse zwischen den Kulturen zu beseitigen. Das geschieht durch gemeinsames Zeit verbringen, gemeinsames Essen und gemeinsames Arbeiten.
Wir beten darum dass die Saat die wir säen, aufgeht und wächst und gute Früchte bringt. Herzliche Grüsse aus dem Spätsommer in der Region ums Rote Meer.




