Montag, 24. März 2008

neues in deutsch

Hallo,

ich habe jetzt schon einige Kommentare bekommen in denen gesagt wird, dass die Situation in Kenya offensichtlich besser geworden ist, weil nicht mehr so viele Neuigkeiten berichtet werden. Es stimmt wirklich, das Leben hat sich normalisiert und wir alle gehen unserer normalen Taetigkeit nach, ohne dass wir uns um Flucht Gedanken machen oder dergleichen. Allerdings hat sich das Fluechtlingsproblem bei weitem noch nicht geloest, es sind immer noch viele zigtausende von Menschen irgendwo in Notunterkuenften und trauen sich nicht zurueck in ihr angestammtes Gebiet. Das was sie dort erlebt haben ist einfach zu schlimm als dass sie nochmal mit einer aehnlichen Situation konfrontiert werden moechten.

Jetzt ueber Ostern waren wir bei Freunden in einer Nachbarstadt etwa 2 Std. noerdlich, sind von dort aus in einem Nationalpark zusammen zelten gewesen und hatten eine richtig schoene Zeit. Die Kinder haben jetzt Ferien und Doerte hat mit unseren und einer ganzen Gruppe von anderen Kindern eine Reitwoche geplant. Allerdings hat es jetzt so viel geregnet, dass man noch nicht weiss, ob es buchstaeblich ins Wasser fallen wird.
So, dieses mal wirklich nur kurz und knapp, frohe Ostern noch nachtraeglich, Thomas

Sonntag, 9. März 2008

english news

Hello,
here again some news from our side of the world here in Kenya. It has been a great week with agreements which ended the tension this country was gripped by now for more than 2 months.
Peace agreements were signed and powersharing was agreed on. We will have a Prime minister post for the first time in Kenyas history. It is pretty exciting to see what this country is going through these days. God definitely has held his hand on this land and spared it from further bloodshed and destruction. Still much work remains to be done but there is hope and a future. For the better part of this week I went on a Safari to the Northern part of Kenya, the area I love most. Together with a friend of mine I took a trip to a small town called Isiolo about 1 hour north of Mt. Kenya. That whole big area is dominated by Cushitic tribes, mainly Boranas and Somalis. We spent one night in a Borana village called Kinna where we were received very warmly. The next day we went on to that town Isiolo which really is sort of a gateway into the North of Kenya. We visited with friends and also looked for a house to rent for this friend of mine who is trying to establish a ministry among one of the tribal groups. We had a wonderful time and met with key people. We believe that the Lord is going to open doors for this ministry to flourish and bear lots of fruit. While I was out of the Hospital, Dorothy was extremely busy keeping everything going and running. At the moment we have lots of Somalis in our Hospital, (which is the case most of the days), and some of them have been with us for many weeks. There Dorothy can spend hours just talking with the mamas and sharing a bit of the love God has given to us and it gives them time to release some of their terrible experiences in a lawless country which is ruled by the power of the gun only. There is this one young 11 year old mohamed who fell off a truck 4 months ago in Mogadishu. In the process he shattered his pelvis completely and also the entire urinary tract has been cut. After an incredible long journey by road, passing Hargeisa in Somaliland, Addis Abeba in Ethiopia, he then finally reached our Hospital as the last hope. That is where he is being treated now and chances don't look to bad for him to survive and live a more or less normal life. We pray that this long long Safari may help him to see the true nature of God who loves people dearly so that he gave his only son, so that we can live.
Have a great week, Thomas

Samstag, 1. März 2008

neues in deutsch

Hallo,
die Stimmung hat sich gewaltig geaendert in den letzten Tagen hier in Kenya. Am Donnerstag abend wurde eine Einigung zwischen dem Praesidenten und dem Oppositionsfuehrer erreicht. Man hat sich auf eine Gewaltenteilung geeinigt und es wird nun bald der Posten eines Ministerpraesidenten geschaffen. Das wird heissen, dass der Praesident weiter im Amt bleibt aber nicht mehr mit der absoluten Macht wie bisher, sondern er wird einiges an seinen Gegner abgeben muessen. In der westlichen Stadt Kisumu, der Heimat Odingas von der Opposition, wurden Freudentaenze aufgefuehrt, und im restlichen Land gab es ein grosses Aufatmen nach all der Spannung der letzten Wochen. Der internationale Druck war enorm, aber auch das taktische Geschick von Kofi Annan darf nicht unterschaetzt werden. Die Menschen Kenias haben sehr viel in diesen Wochen fuer ihr Land gebetet, jetzt wo sie geschmeckt haben, wie wertvoll und wichtig Friede wirklich ist. Noch muss Friede wieder zurueckkehren zu den Menschen, die noch in den Lagern sitzen und noch kein Dach ueber den Kopf haben, weil ihre Haeuser verbrannt sind. Und die anderen deren Angehoerige nicht mehr sind, die werden Zeit brauchen bis sie wieder Mut haben sich auf den anderen Stamm einlassen zu koennen. Aber ohne diesen Deal auf der obersten Etage kann auch auf grassroot ebene nichts passiert. Bei uns hier im Krankenhaus normalisiert sich die Lage nur langsam. Manche von denen, die geflohen sind, kamen zurueck andere warten noch ab um zu sehen ob der Peacedeal wirklich haelt. Wir warten noch auf manche unserer Aerzte, vor allem Gynaekologen und Orthopaeden die noch nicht zurueck sind.
Doerte hatte diese Woche einige interessante Begegnungen mit Somalis hier bei uns im Krankenhaus. Und zwar waren sie vom Tod gepraegt. Ein 8 Tage altes Baby wurde mit vielen Anomalien bei uns eingeliefert. Und da die Mutter nur Somali sprach hat sich sehr schnell ein enges Band zwischen der Mutter und Doerte entwickelt. Doerte konnte mit dabei sein als das Baby seinen letzten Atemzug tat und anschliessend fanden sehr schoene Gespraeche statt und man hatte das Gefuehl dass ein Band gewoben wurde waehrend dieser Zeit. Wir beten, dass diese Gespraeche genug Lebenskeim in sich getragen haben und aufgehen.
Thomas