Sonntag, 30. April 2023

Hebron - der Name unseres Hauses in Boston


 Im 2. Buch Samuel im 2. Kapitel steht eine für mich bedeutsame Stelle die in meiner Bibellese auftauchte. Es war die Zeit in der wir die Entscheidung treffen sollten, bezüglich des Hauses das wir mieten sollten. Hier ist die Stelle:

Nach dem Tod Sauls wird David König von Juda. David fragt Jahwe: "Soll ich jetzt in eine der Städte Judas hinaufziehen?" Jahwe sagte: "Zieh hinauf!" David fragte weiter: "Wohin soll ich gehen?" - "Nach Hebron" war die Antwort. Da zog David dort hinauf. 

Diese Art von Gott Weisung zu erfragen ist erlaubt und sogar gewünscht. Es hat uns geholfen mutig voranzugehen und uns auf das Angebot einzulassen. Heute am letzten Tag des Monats April hat der Vermieter sein Versprechen wahr gemacht und hat das Haus hergerichtet und sogar noch putzen lassen. Heute war die Schlüsselübergabe und so nach und nach werden wir dann einziehen. Ohne Eile weil unsere Möbel erst Richtung Ende Mai bereit sind von der Hauptstadt hierher transportiert zu werden. Wir kaufen den Hausstand von einer jungen amerikanischen Familie, die nach 3 Jahren wieder zurückkehrt. 

Doortje kam letzten Sonntag von ihrem Kurzbesuch bei ihrer Schwester wieder zurück. Ich holte sie ab, wohlwissend dass meine Papier nicht in Ordnung waren. Auf dem Weg zum Flughafen wurde ich von der Polizei rausgeholt. "Papiere, Visum"- war die unfreundliche Begrüssung in rudimentärem Englisch. Die sind noch in der Einwanderungsbehörde - so musste ich zugeben. Erst einige Anrufe später durfte ich wieder weiterfahren. Mein bewaffneter Begleiter Mohamed - der immer dabei sein muss wenn ich als Fremder hier auserhalb der Stadt unterwegs ist, hat versucht ein gutes Wort für mich einzulegen, kam aber auch nicht durch. 


Für die nächsten Fahrten zwischen Boston und Houston wäre es absolut gut wenn die Papiere durchgehen so dass wir ungehindert Besucher abholen können, Möbel transportieren können und auch weitere Gegenden des Landes erkunden können.  



Samstag, 15. April 2023

Neustart

 Frohe Ostern nachträglich

Das Bild oben zeigt unsere Ostertradition, das Backen eines Osterlammes. Dieses Jahr durften wir Ostern in einem völlig anderen Kontext feiern, nicht in Deutschland, nicht in Kenia, sondern in unserem neuen Einsatzort im Horn von Afrika. Das Land zeigt sich in wunderschönem grün, denn seit unserer Ankunft Mitte März regnet es hier fast jeden Tag. Die Verwandlung des Landes ist unglaublich. Bei unserer Fahrt von der Hauptstadt in unseren Einsatzort fuhren wir durch trockenes und staubiges Land. 

Vor einigen Tagen fuhren wir die gleiche Strecke zurück um einige Leute zum Flughafen zu bringen, eine davon war meine Frau. Das Land sieht zum Teil aus wie ein englischer Rasen, grün und fruchtbar, kaum zu glauben. Die Reise nach Deutschland war sehr kurzfristig entschieden, denn meine Schwägerin kämpft mit einer schweren Krankheit und wir hatten beide den Eindruck dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist für sie da zu sein.

Wir sind jetzt gut einen Monat hier im Land und sind dankbar für die Zeit des Einlebens und die positive Art und Weise wie wir hier angenommen wurden. Unser team besteht aus 7 Erwachsenen aus verschiedenen Nationen. Wir wohnen derzeit im Haus eines Kollegen und nutzen das Auto eines anderen Kollegen und auch sonst wird vieles sehr grosszügig geteilt und es besteht eine Atmosphäre wo jeder weiss dass wir einander brauchen. So nach und nach wird das team wieder wachsen, manche kommen wieder nach einer längeren Abwesenheit. Und andere werden dann neu im team sein. 

Inzwischen haben wir uns für ein Haus entschieden das wir ab Mai mieten, noch wird es vom Hausbesitzer hergerichtet. Und so gehen wir Schritt für Schritt weiter um neues Land einzunehmen. Ich halte die Leser weiter auf dem laufenden.