Samstag, 17. November 2012

Gebet fuer verfolgte Christen


Ihr lieben,
Letztes Wochenende bat mich eine Gemeinde aus Oesterreich etwas fuer den Sonntag fuer verfolgte Christen zu schreiben. Hier ist der Artikel zum nachlesen.
S o m a l i a
... seit 1991 ohne eine feste Regierung, wurde jahrelang von regionalen und gegenseitig verfeindeten warlords kontrolliert. In 2007 kam eine neue Gruppe auf die extremen Islam auf ihrer Agenda hat. Das arabische wort al sh a bab – Jugend – ist der Name fuer extremen Terror in weiten Teilen des Landes und sogar der Region geworden. Al S ha bab ist ideologisch sehr nah mit Al Q ai da verwandt.
Obwohl durch die Anstrengungen der kenianischen Truppen in Somalia zusammen mit den afrikanischen Peace keeping Truppen die Hauptstuetzpunkte dieser islamistischen Miliz diesen Herbst eingenommen wurden sind sie immer noch eine reale Gefahr fuer alle in diesem Land und Region lebenden Menschen. Vor allem fuer die kleine Schar von christen in dieser Region sind sie eine stets gegenwaertige Bedrohung.
Seit Kenia in Somalia einmarschiert ist haben wir sehr haeufig Granten attacken in der Hauptstadt und in den Grenzgebieten zu S o m  alia, Garissa, Wajir, Mandera. Immer wieder werden Kirchen waehrend des Gottesdienstes mit Handgranaten angegriffen und die Kirchgaenger mit Maschinengewehren beschossen. Letzten Sonntag wurde ein Pastor getoetet und ein lokaler Missionar mit Granatsplittern im Kopf und Rest des Koerpers verletzt. Im Juli wurde eine unsrer Partnerkirchen angegriffen und 18 Menschen getoetet. Das war ebenfalls in Garissa wo wir Teamkollegen stationiert haben.
Die regulaere Bevoelkerung des Landes entwickelt eine Angst und auch Hass den Muslimen im allgemeinen und den So m a lis im besonderen gegenueber. Betet bitte fuer die Kirche in Kenia dass sie nicht mit Hass und Gewalt auf M us lim e reagiert sondern dass Liebe regiert und sie auf ihren s om ali schen Nachbarn zugeht und ihm als Menschen begegnet.
Im Land selber und in Gebieten die von einer Soms mehrheit bewohnt sind, ist es immer noch lebensgefaehrlich als Christ erkannt zu werden. Die Gruppe Al-s. ist extreme radikal und fuehrt oeffentliche Toetungen durch indem als Christen identifizierte, ob wiedergeboren oder nur beschuldigt, auf dem Marktplatz mit stumpfen Messer unter Korangesaengen enthauptet werden. Die Angst ist gross und bis Vertrauen zwischen Menschen waechst sogar noch grosser. Man weiss nie, wer ist wer und wen kann man vertrauen. Staendig die Angst der andere koennte ein Spion sein und man koennte ausgeliefert werden. Betet fuer S.   dass die dunkle Bedrohung die vom extremen I fuer die Kirche ausgeht gebunden wird. Aber vor allem betet dass die Christen stark und mutig Jesus nachfolgen auch in Zeiten extremer Bedrohung, aber auch fuer Weisheit wie sie sich in Situation verhalten sollen in denen sie sich selbst wiederfinden.
A. ein Freund von uns hier in Kenia, hat sich vor kurzem offen zu Jesus bekannt. Das was vorher eine Anschuldigung war aber man nicht wirklich sicher sein konnte, wurde zum fakt und damit fing seine Reise durch verfolgung als Christ an. Es ist immer wieder erstaunlich wie wenig in einem “christlichen” Land von den Authoritaeten fuer eine solche Person getan wird. Es wurde offener Rufmord in den Moscheen begangen und man ging soweit dass Morddrohungen ausgesprochen wurden. Die Kinder wurden auf dem Weg zur Schule mit Steinen beworfen, man versuchte ihm die Ehefrau wegzunehmen, ihm von seinem Land zu vertreiben, und viele andere Dinge die das Leben extrem schwer machen.
Wir hatten viel Gebet investiert in diese Situation und die, die Bedrohungen ausgesprochen wurden durch das Eingreifen Gottes zum Schweigen gebracht und A. Einfluss in der Dorfgemeinschaft waechst und viele bekommen Vertrauen zu ihm obwohl er Christ ist. Das ist nur ein Beispiel was Gebet tun kann.
Ein anderer Freund von uns, ebenfalls A. ist schon seit einigen Jahren Christ und sehr offen was seine Ueberzeugungen betrifft. Er haelt nichts zurueck und zeigt keine Angst. Er kennt den Koran sehr gut und kann ohne weiteres in eine theologische Debatte gehen. Er ist der aelteste Sohn und damit verantwortlich fuer die Versorgung seiner Eltern. Nun hat es einen Punkt erreicht wo die religioesen Fuehrer nur noch den einen Ausweg kannten und seine Eltern angreifen. Es wird ihnen gesagt dass sie ihr Freitagsopfer nicht annehmen koennen weil sie einen christlichen Sohn haben. Niemand wird sie beerdigen weil sie sich nicht von ihrem christlichen Sohn losgesagt  haben und viele andere sehr persoenliche Dinge die fuer unseren Freund das Leben sehr schwer machen. Verfolgung hat sehr viele verschiedene Aspekte. Es gibt die akute Bedrohung fuer Leib und Leben. Es gibt aber auch die psychologische Bedrohung auf die einzelnen Christen sobald sie den Schritt getan haben und offen als Christen erkannt werden. Dadurch geht jeder Christ und es kann extreme schmerzhaft sein vor allem weil es oft ueber sehr lange Zeit gehen kann und die sozialen Verbindungen dadurch gekappt werden. Je mehr Solidaritaet wir mit Christen in diesen Gebieten zeigen koennen umso mehr zeigen wir das Herz Christi.
Es geht um unsere Brueder und Schwestern im Horn von Afrika die eine der besten und gleichzeitig eine der schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens getroffen haben.

Fuer mehr info koennte ihr vielleicht noch im internet bei open doors nachschauen. Vielleicht gibt es da etwas Bildmaterial welches ich nicht liefern kann.
Euch einen schoenen Sonntag und viel Segen, Eure Thomas und Doerte

Keine Kommentare: