Donnerstag, 24. Januar 2008

neues in deutsch

Hallo,
Wieder ist in Kenia ein Tag vergangen, der vieles neue und überraschende gebracht hat. Seit ein paar wenigen Tagen ist der ehemalige UNO Generalsekretaer Kofi Annan im Lande und versucht die beiden Rivalen an einen Tisch zu setzen. Und erstaunlicherweise hat der das geschafft. Die beiden haben zumindest schon mal miteinander gesprochen und sich beim Haendeschuetteln vor den Kameras angelaechelt. Das hat fuer viele Kenianer eine grosse Hoffnung ausgeloest. Eine Hoffnung, dass das sinnlose Morden und Abbrennen von Haeusern bald ein Ende nehmen kann. Noch geht es weiter, ein Team von unseren Leuten hier im Hospital ist ins Krisengebiet gefahren, eine kleine Stadt nicht sehr weit von Eldoret entfernt. Dort kampieren nach Rotkreuzangaben bis zu 40000 Menschen. Alles was westlich von dieser Stadt ist, kann nur mit bewaffneter Begleitung erreicht weren. Die Verhaeltnisse dort sind schrecklich. Viele Menschen mussten mit ansehen, wie ihre ehemaligen Nachbarn innerhalb kuerzester Zeit zu den schlimmsten Feinden geworden sind und mit kannibalischer Lust im Blutrausch ihre Nachbarn zerhackt haben. Diese Bilder lassen sich nicht ausloeschen. Viele, sehr viele Frauen und Kinder werden vergewaltigt und es gibt kein Gesetz mehr im Lande was die kriminellen Taten verfolgt. Viele Teile des Landes sind von Gesetzlosigkeit heimgesucht wo jeder tun und lassen kann was er will. Das gilt nicht fuer das ganze Land, aber besonders die Gebiete zwischen Nakuru und Kisumu erleiden Anarchie und Willkuer der Staemme gegeneinander.
In unserem Ort, wo wir leben, ist es relativ friedlich und geordnet. Wir sind dankbar, dass die Gewalttaten sich noch nicht auf unser Krankenhaus ausgeweitet haben.
Gestern hatten wir, d.h. ein amerikanischer Arzt und mein somalischer Kollege und ich einen Einsatz im Somaliviertel von Nairobi. Auch dort hat die Angst Einzug gehalten. Manche Somalis gehen wieder zurueck nach Somalia, nachdem Kenia aehnliche Phasen durchmacht, wie damals Somalia.
Dennoch konnten wir viele Patienten sehen und einige Hausbesuche machen, von denen die zuvor bei uns im Hospital behandelt wurden.

Bis demnaechst wieder, Thomas

1 Kommentar:

Daan hat gesagt…

Hi Thomas,
Thanks for updating us. Still connected in prayers.For the country, for the leaders, for those who suffer and for those who are able to help. Thanks for being part of the eyes and hands of Christ.