Hallo,
Vor einigen Wochen erreichte mich ein Hilfeschrei aus einem benachbarten County. Abdi rief an, die Kühe sind am verenden, die Menschen leiden unter der lang andauernden Dürre. Könnt Ihr nicht helfen? Ich rief einen Kollegen an der eine amerikanische Hilfsorganisation leitet. Habt Ihr was zu essen in Eurem Lager? Yeap, no problem, war die Antwort meines amerikanischen Kollegen. Wir zahlen den Transport, ihr schickt den LKW mit Nahrungsmitteln. Innerhalb weniger Tage waren wir in der Lage mehrere Tonnen von hochwertigen Lebensmitteln nach Kinna in Isiolo county zu schaffen. Eine Region in der wir schon seit Jahren bekannt sind. Als es schon mal richtig schlimm war, führten wir ein medical camp durch, das war 2011. Dort trafen wir den jungen Adan, unten auf dem Bild, damals noch ein ganz junger Bursche. Er hatte etwas am Arm das aussah als wäre es ein Krebsgeschwür. Damals schickten wir ihn nach Kijabe, er wurde operiert, wir zahlten die Rechnung.
Neulich trafen wir ihn wieder, er kannte uns noch ganz genau und dankbar zeigte er seine Narbe am Arm, das Krebsgeschwür konnte komplett entfernt werden, und er ist ganz gesund.
Die eigentliche Verteilung der Nahrungsmittel fand im Dorf unseres Freundes statt. Er hat so ein grosses Herz und schaut immer danach dass die ärmsten im Dorf ihren Anteil abkriegen. Wie hier der alten Mann der nicht mehr sehen kann.
Die Lebensmittel die wir ausgegeben haben, werden in Amerika gepackt, kommen in grossen Containern hierher. Die Menschen die die Arbeit dort drüben machen sind Christen, sie haben ihrem Produkt einen Namen gegeben der aus der Bibel kommt - Manna Pack. Es handelt sich um ein Reisprodukt das mit getrocknetem Gemüse, Öl und Gewürzen fertig ist. Es muss nur noch Wasser dazu gegossen werden, kurz gekocht werden und ist fertig zum Verzehr. Es ist sehr gut verträglich und diejenigen die unterernährt sind, kommen relativ schnell wieder zu Kräften.
Wir wollten sicherstellen dass die muslimische Bevölkerung, die die Nahrungsmittel bekam, weiss wer ihren Hilfeschrei gehört hat. Wir wiesen sie darauf hin, dass nur Gott selber die Notsituation lösen kann. Wir beteten im Namen Jesu für Regen und segneten die Bevölkerung. Wir waren alle überrascht über die freundliche Aufnahme und die Akzeptanz von Gebet. In kurzer Zeit waren wir eng mit diesem Dorf und seiner Bevölkerung verbunden.
Eine Woche später sprach ich mit Abdi, er erzählte mir dass es inzwischen geregnet hatte und die Hoffnung zurückgekehrt ist. Auch wenn viele ihrer Tiere verendeten gibt es Hoffnung dass einige überleben und das Leben wieder eine gewisse Normalität bekommt. Abdi konnte nicht genug Ehre unserem Gott entgegenbringen, weil er wusste dass unser Gebet von Gott angenommen wurde und er Regen geschenkt hatte.
Liebe Grüsse, Thomass
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