Hallo,
es ist Sonntag morgen und draussen ist es wunderschoen, es ist noch relativ warm obwohl die kalte Jahreszeit im Anmarsch ist. Wollte kurz berichten von dem was letzte Woche geschehen ist. Im letzten blog hatte ich von dem trip in das Fluechtlingslager berichtet. Inzwischen sind schon etliche der Patienten bei uns angekommen, die dort gesehen wurden. Es ist immer total interessant zu sehen, wie eingeschuechtert und aengstlich die Leute bei uns sind, wenn sie ganz neu sind. Dann nach 3-4 Tagen sieht man sie dann zum ersten mal laecheln, nachdem sie gemerkt haben, dass wir es gut mit ihnen meinen und keine boesen Absichten haben. Man muss sich das mal vorstellen, sie kommen aus einem Land wo kein English und kein Kiswaheli gesprochen wird, d.h. man ist wie taubstumm, man moechte verstehen und kommunizieren, kann es aber nicht. Die Aerzte und Krankenschwestern sind ebenfalls frustriert und kommen sehr schnell an ihre Grenzen wenn es um die Krankengeschichte geht. Da ist es immer wieder sehr schoen, wenn ich oder Doerte dazwischen kommen kann und eine Bruecke des Verstehens bauen kann. Das sind dann oft die Momente wo das erste Laecheln auftaucht, vielleicht noch etwas versteckt, aber man hat sich schon mal verstanden.
Keiner dieser Menschen hat das Leben im Fluechtlingslager gewaehlt, viele sind schon seit 17 oder 18 Jahren in diesen Lagern, so lang der Krieg in Somalia vor sich hin wuetet. Fast alle von ihnen sind auf die Gnade der UN oder anderen grossen Organisationen angewiesen. Jedenfalls beten wir weiter dass sich die Dinge fuer viele von ihnen grundlegend aendert und sich die Lage normalisiert in Laendern wie Somalia oder Sudan.
Wuensche eine gute Woche, Thomas
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