hallo,
an diesem Samstag abend bin ich noch kurz am reflektieren ueber das gute was in dieser Woche geschehen ist. Gerade eben war ich noch mit unserem Kinderchirurgen zusammen, der vor kurzem aus dem größten Flüchtlingslager in Afrika zurueckkam. Das Lager befindet sich im Nordosten Kenyas ganz nahe an der somalischen Grenze und beherbergt etwa 200.000 somalische Flüchtlinge. Der Arzt, selber noch recht jung, und noch nicht lang in Afrika, war voellig ueberwaeltigt von den menschlichen Tragoedien, die dort auf engstem Raum konzentriert sind. Man findet dort alles, von schlimmen Schusswunden hin zu Krebsgeschwueren, Brandwunden und was man sich sonst noch alles vorstellen kann. Der junge Arzt war mit einem Team von unserem Krankenhaus dort auf einem Einsatz, wo fast rund um die Uhr operiert wurde fuer etwa eine Woche. Die Operationen, die bessere Umgebung brauchen wurden dann zu uns verwiesen, d.h. wir werden die naechsten Monate wieder einen ungebrochenen Zuwachs an Patienten aus Somalia haben.
Wir schauen immer wieder auf diesen einzigartigen Platz, der unser Krankenhaus ist, und staunen darueber, wie dieses kleine Hospital zu einem Ort der Hoffnung fuer tausende von Somalis geworden ist.
Uebrigens zahlt die deutsche Regierung fuer die meisten Fluechtlinge die Krankenhausrechnung. GTZ ist der Arm der deutschen Regierung und ist mit UN Koerpern der wichtigste part in der Versorgung derer die aus ihrem Land geflohen sind.
Diese Woche hatte ich Gelegenheit bei einer Konferenz teilzunehmen wo alle die, die im Norden Kenias mit den kleinen Staemmen arbeiten, zusammenkommen. Wir waren alle ueberrascht zu sehen, wie viele doch Interesse an diesen Randgruppen haben. Wir haben uns verpflichtet in Zukunft mehr zusammenzuarbeiten und einander zu helfen, so weit dies moeglich ist.
So viel fuer heute, schoenes Wochenende, Thomas
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