Samstag, 30. Oktober 2021

Mwizi - Familienfreizeit - Gesundheit

 Hallo und Grüss Gott,

Mwizi - das Kisuaheli Wort für "Dieb" - erschallte vorletzte Nacht um halb 3 durch unser Grundstück. Natürlich bin ich sofort an die Tür um zu sehen was los war. Der Wachmann, ein klappriger alter Mann, hat tatsächlich seinen Job getan und war hellwach als er merkte dass um unser Haus herum etwas in Bewegung war. Vor einigen Tagen schon, während unserer Abwesenheit in Kijabe, kam schon etwas weg und ich hatte ihm deswegen die Leviten gelesen. Dieses mal waren unsere Gartenmöbel dran, es handelte sich wahrscheinlich nur um Sekunden und die wären alle weg gewesen. Dank sei Gott, sie sind uns erhalten geblieben. 

Die letzten Wochen in Kijabe waren geprägt von einem workshop nach dem anderen. Der letzte workshop war als Familienfreizeit für die Som Kirche ausgelegt. Wir luden die Kirchenleiter des Netzwerkes von Christen aus unserem Volk ein um zusammen mit lokalen Missionaren das Thema emotionale Gesundheit, gesunde Kommunikation und viele andere Themen anzusprechen. Im obigen Bild geht es darum den "leisen Killer" - Bluthochdruck zu verstehen und was dagegen getan werden kann. Es war eine wunderbare Zeit der Gemeinschaft und des Auftankens. 


Zusammen mit alten Kollegen von unserem team in Kijabe wie hier auf den Bildern ist es leicht so ziemlich alle Themen schnell und unkompliziert anzusprechen. Oben bin ich mit Simon zu sehen. Simon kennen wir schon seit er Krankenpflegeschüler in Kijabe war. Mit ihm schaffen wir es fast immer fast jedes Dorf zu "knacken". Er hat eine super angenehme Art mit Menschen umzugehen. Gruppenarbeiten sind dazu die ultimativen Lernmomente für erwachsene. Wenn die Sonne scheint, und man sitzt im Schatten eines Baumes passiert eine Menge positives. 
Auf der Heimfahrt nach Garissa auf der A 104 ist mir etwas dummes passiert. Obwohl jeder weiss dass die Strasse super gefährlich ist, hab ich mir trotzdem die Nase geputzt und einen Moment nicht aufgepasst und schon sass ich meinem Vordermann auf der Stosstange. Auch hier, Gott sei Dank, nur ein Kratzer. Wir konnten uns gütlich einigen und nach kurzer Zeit weiterfahren. O stimmt, im Auto war ja noch die rumänische Familie die für einige Wochen mit uns leben. Sie wollen langfristig in unserer Stadt arbeiten. Natürlich wollen wir ihnen das Leben hier so realistisch wie möglich darstellen. Und im Moment ist es ziemlich heiss und das zehrt an den Kräften. 
Das Gruppenbild zeigt unsere Missionarsfamilie. Aus allen Teilen des Landes kommen gewöhnlich einmal im Jahr alle zusammen. Das Treffen fand im Hochland nicht weit von Kijabe entfernt letzten Samstag statt. Tatsächlich sehen wir die meisten von ihnen eben nur einmal im Jahr weil die Dienste so unterschiedlich sind. 
Über eine Person habe ich mich besonders gefreut: Darilyn Batterman, wir sahen sie zuletzt in Kijabe im Koma liegend an einer Beatmungsmaschine hängend, nicht wissend ob sie überleben wird oder ob die Kopfverletzungen so schwer sind dass sie bleibende Schäden haben wird. Auch ihr 17 jähriger Sohn war auf der gleichen Intensivstation mit schweren Kopfverletzungen. Beide sind extrem schnell geheilt und wieder komplett gesund. 
Gott ist gut, liebe Grüsse aus Kenia

1 Kommentar:

Josh Harper hat gesagt…

Great to see everyone at SLC, and I'm glad to hear you're doing ok, in spite of the heat and traffic patterns!