Samstag, 16. Oktober 2021

Interkulturelle Kommunikation

 


Wo wir gehen und stehen geht es um interkulturelle Kommunikation. Gestern schlossen wir einen Kurs zu genau diesem Thema ab. Die Teilnehmer kamen aus dem Kongo, Burundi, Amerika, Moldawien, Österreich und natürlich Kenia und mit uns war Deutschland vertreten. Der krönende Abschluss der Woche war eine Exkursion in die Somaliregion Nairobis. Wie immer besuchten wir auch dieses mal eine Moschee, dieses mal die der Ahmadiyya Sekte des Islam. Für alle war es das erste mal in einer Moschee. 

Nur eine Woche vorher noch waren wir im Busch, entlang des Tana River in einer kleinen Missionstation die eine Schule betreibt. Für die Lehrer war es ein Erlebnis in dieser isolierten Gegend Besuch zu bekommen und 3 Tage ein super durchorganisiertes Programm zu bekommen. Die Kamele im Hintergrund waren völlig relaxed und konzentrierten sich nur darauf ihren Wasserhaushalt auszugleichen. Dr. Mary zur linken ist unsere Programmkoordinatorin.
In jedem unserer Seminare und workshops benutzen wir alle nur erdenklichen didaktischen Stilmittel um die lernenden zur aktiven Teilnahme zu animieren. Gruppenarbeiten, Flipcharts, Rollenspiele gehören dazu. In diesem Seminar im Busch ging es darum die Lehrer besser auf den Umgang mit Jugendlichen auszurüsten. Wie spricht man Dinge an, die eigentlich Tabu sind? Das waren einige der Themen die vielen unter den Nägeln brennen.

Wie schafft man es, aus einer Gruppe von Menschen ein team zu machen? Das war das Anliegen des Stationsleiters. Freiwillige aus allen Gegenden Kenias kommen zusammen um mitzuhelfen. Teambuilding Übungen helfen, sich besser kennenzulernen und effektiver zu kommunizieren. Die offenen Hände hier sind das Resultat von gelungener Kommunikation.
Eines unserer Werkzeuge in unserer Werkzeugkiste heisst "complexity". Es erfordert gute Kommunikation und erwartet Problemlösungen in ener kurzen Zeit. Ich finde es immer erstaunlich wie solche relativ einfachen Übungen eine Gruppe in kurzer Zeit zusammenbringen kann. 

Das Dorf in das wir eingeladen waren, war relativ weit von Garissa entfernt so dass wir uns entschlossen einen campingtrip daraus zu machen. Ungefähr 20 Meter entfernt vom Tana Fluss stellten wir unsere Zelte auf und kochten auf den typischen 3 Steinen eines afrikanischen Kochherdes. Nachts konnte man die Flusspferde hören die sich auf die Suche nach Futter in den angrenzenden Farmen machen. 
Bevor es losging in den Busch hatten wir noch ein Team aus Kijabe bei uns. Diese jungen Leute waren im Bezirkskrankenhaus um ein training für 40 Mediziner aus der Region, durchzuführen. Dabei ging es darum wie Mutter und Kind im Entbindungsprozess möglichst gut überleben. Eine extrem wichige Übung denn die Sterblichkeit von Müttern während der Geburt ist in unserem  Teil der Welt extrem hoch. 
Bis demnächst


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