Die Kindersendung "Wissen mach Ahh!" haben wir früher gern mit unseren Kindern angeschaut. Da konnten wir alle was dazu lernen, z.B. wo kommt der Spruch: "... unter aller Kanone her"? Man sagt das so, weiss aber den Hintergrund eigentlich gar nicht.
Leider trifft das auch oft für viele Dinge zu, die für uns total selbstverständlich sind. Die Eingangsfrage die wir hier stellen heisst, wo kommen eigentlich die Babies her? Das führt in den Dörfern immer zu peinlichen Situationen, es wird getuschelt und das Gesicht wird hinter ihren Kopftüchern versteckt. Aber es bricht auch ganz schnell das Eis, wenn man die verschiedenen Theorien durchspricht. Erstaunlicherweise sind die Mythen gar nicht so anders als bei uns in Deutschland. Auch hier ist der Storch ganz wesentlich an dem Kindersegen beteiligt. Hier sprechen wir das äusserst sensible Thema der weiblichen Genitalverstümmelung an. Die Frau links von Doortje hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht diesem Übel ein Ende zu setzen und mit aller Macht dagegen anzukämpfen. Die Folgen der "FGM" sind ganz verheerend, weil es oft dazu führt dass Fisteln entstehen, und die Frauen sozusagen ständig urinieren und dementsprechend ausgestossen werden vom öffentlichen Leben. Fatuma bietet Soforthilfe an und sorgt dafür dass die Patientinnen sofort operiert werden um ihnen wieder ein normales Leben zu ermöglichen.
Seit einigen Jahren führen Doortje und ich ein Training zur interkulturellen Kommunikation für junge Ärzte von Kabarak University durch. Ein team von 4 Ärzten die wir im Kurs hatten kamen zu uns nach G-town um ihr kulturübergreifendes Praktikum bei uns zu absolvieren. Die Ärztin im Bild oben kommt aus Burundi und behandelt hier einen älteren Sheikh im Dorf.
Hier sind Doortje, Geofrey und Fatuma vor einer der traditionellen Grashütten. In genau dieser Hütte fanden wir vor einigen Monaten ein junges Mädchen das als behindert, und damit als wertlos geachtet, ihrem Schicksal überlassen wurde. Durch den Einsatz von mehreren medizinischen Fachpersonal, Gebet um Heilung hat sich ihr Schicksal komplett gewendet. Die Mutter ist engagiert dabei weil sie verstanden hat, dass ihr Kind nicht verflucht ist, sondern einfach nur besondere Hilfe braucht.
Hier im Bild ist wieder Doortje mit unserer Kollegin beim Besuch einer uns sehr lieb gewordenen Frau. Die Frau im Sessel ist Mama Z. Sie selbst lebt mit sehr starken körperlichen Einschränkung aber ist immer fröhlich und dankbar dass sie leben darf.
Im Zuge des Einsatzes der jungen Ärzte machten wir einen Besuch ins nahegelegene Flüchtlingslager Dadaab, das lange Zeit als das grösste der Welt galt. Hier sind wir vor der Kanzel der Kirche die sich im ans Lager angrenzenden Dorf befindet. Die Zeit im Lager hat einen echten Eindruck auf die jungen Ärzte gemacht, manche von ihnen fragen sich jetzt, wie sie ihre Karriere am besten planen um dem Herrn bestmöglich zu dienen.
Wir sind ja gesegnet damit dass unsere Stadt ganz nah am Tana Fluss liegt und es bietet sich an, immer wieder mal rauszufahren. Wir nutzten das schöne Wetter, es gibt eigentlich nie schlechtes Wetter bei uns, um rauszufahren zum picknicken.
Hier sitzen wir unterm Baum, auf den Matten, tauschen aus, lesen die Bibel, singen zusammen und lassen uns von Gott inspirieren.
In dem gleichen Treffen am Fluss hatten wir sozusagen eine Quarantänematte ausgelegt. Hier sind die zwei aktiven Corona Patienten. Zum Glück waren die Verläufe nicht sehr schwerwiegend. Inzwischen war Doortje auch schon in Deutschland um Familie zu besuchen. Sie ist wieder zurück und das Leben hat uns wieder in unserer Ecke von Kenia.





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen