Freitag, 31. Dezember 2021

Wir sind umgezogen


Der Monat Dezember hat uns in ganz verschiedenen Landesteilen gefunden. Das lag daran dass wir als gesamtes team in der zweiten Dezemberwoche dafür gesorgt haben, dass jeder mal aus G-town rauskommt. Wir alle fanden dass es unglaublich wichtig war eine andere Perspektive einzunehmen. So kam es dass wir alle in ganz unterschiedliche Himmelsrichtungen verstreut waren. Die Richtung die Dörte und ich einnahmen war grob Nordwest, Richtung Eldoret, am Mount Kenya südlich vorbei. Es ist kaum vorstellbar wie divers dieses wunderschöne Land ist. Als wir unsere Stadt verliessen war es knochentrocken und kaum Aussicht auf eine Änderung.
 

In der Zwischenzeit kam der lang ersehnte und erbetene Regen. Auf der Rückfahrt ins tiefgelegene Buschland von Nordostkenia sah es dann so aus. Es war überall grün und einfach gut für die Augen. Die Tiere standen z.T. bis zum Bauch im Gras. Ein sehr seltenes Bild in unserer Gegend. Gott ist gut und hat sich über Mensch und Tier erbarmt.

Unser Zielort war zu weit weg von G-town als dass es in einem Tag gut zu schaffen gewesen wäre. So machten wir einen Zwischenstopp in Embu südlich des Mt. Kenya. Unser Rastplatz ist eigentlich ein retreat center der von diesem beiden über 70 jährigen geführt wird. Die beiden haben uns so herzlich aufgenommen. Obwohl wir uns gar nicht kannten hatten sie nicht nur ihr Haus für uns aufgemacht sondern auch ihre Herzen. Sie haben uns nebenbei auch ermutigt, den Schritt zu gehen und umzuziehen. 

Hier lachen wir wieder. Uns war das Lachen etwas vergangen in den letzten Monaten durch die Gesamtsituation der wir uns ausgesetzt sahen. Die Stresspunkte die letztendlich zu dem Schritt führten aus unserem Haus rauszugehen hatten sich ziemlich bemerkbar gemacht. Wanderungen in der Natur, Baden im See und vieles andere mehr hatten den nötigen Erholungseffekt mit sich gebracht. Wir sind sehr dankbar dafür. 

Rechtzeitig vor Weihnachten kamen wir dann wieder in unser Städtchen wo schon eine 6 köpfige norwegische Familie auf uns wartete. Die Eltern, beides Ärzte, haben schon einiges an Afrika Erfahrung hinter sich. Sie hatten etliche Jahre in Äthiopien gedient und machen sich jetzt auf die Suche wo ihre Erfahrung und Leidenschaft für den Herrn sie als nächstes hinführen könnte. Das Bild enstand am Heiligabend, noch in unserem alten Haus mit den Norwegern und unseren Nachbarn. Wir sind gespannt ob diese Familie eines Tages in G-town einen Platz finden wird. 


Ja, und dann war da noch die Weihnachtsfeier im Busch, vom 25. auf den 26. mit Übernachtung im Zelt. Dabei musste ein eigens dafür gemästeter Bulle sterben um die an die 100 Leute mit denen wir zusammen feierten zu beköstigen. Zum einen wollten wir die community in den Dörfern mit der Weihnachtsbotschaft bekannt machen, für fast alle  ist es ein absolutes Fremdwort. Zum anderen war es auch eine ganz klasse Gelegenheit für die missionary community zusammen zu kommen und Zeit miteinander zu verbringen. Kaum zu glauben, aber gemeinsames schlachten verbindet hier mindestens so wie das anschliessende gemeinsame Essen. Selbstverständlich wird die message von Weihnachten in Wort und Spiel verkündigt. 




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