Sonntag, 31. Januar 2016

Freude und Leid - holprige Strassen - Tod auf der Piste


Oh nein - diese Strassen - das gibts doch nicht. Wie ist das möglich? Die armen Patienten - pass auf - schon wieder eines!
Etwa 25 minunten lang ging das so, bis wir mit unserem frisch gewarteten Auto die Strasse runtergerumpelt waren und in Kijabe ankamen. Die Distanz beträgt 5 km. Der Aufwand ist höher als bei einer Strecke von 20 km. Der Materialaufwand ungleich höher. Obwohl 2 Baufirmen eigentlich an diesem Streckenabschnitt von der Hauptstrasse bis zum Krankenhaus Kijabe "arbeiten", und die Reparaturarbeiten vor Weihnachten letztes Jahr abgeschlossen sein sollten, haben sie zum grossen Teil noch nicht einmal begonnen. Es reihen sich Schlaglöcher aneinander die an Bombentrichter erinnern, die Kanten sind messerscharf. Das Aufschlagen des Unterbodens beim Auto lässt sich oft gar nicht vermeiden.
Endlich in Kijabe angekommen fanden wir raus, dass letzte Woche 2 Personen auf der Strecke starben einfach weil die Ambulanz trotz der kurzen Strecke nicht rechtzeitig zu Hilfe kommen konnte.
Das Gefühl das bei mir da aufkommt, liegt irgendwo zwischen Traurigkeit und Ärger, und noch etwas von "welcome back to Africa". Ich kann es noch nicht ganz lokalisieren.
Die Freude über das Wiedersehen in Kijabe war riesig. Kijabe war für uns in ganz wichtigen Jahren zur Heimat geworden. Die Kinder hatten dort ihre prägendsten Jahre. Jeder Winkel und jeder Pfad atmet Geschichte. So viele Menschen mit denen wir Freude und Leid geteilt haben. Im Herzen empfinden wir tiefe Dankbarkeit für die 8 Jahre die wir dort eingepflanzt waren und dienen durften. Das Zurückkommen war durchaus mit Wehmut gewürzt denn wir wissen dass ein neuer Dienstabschnitt begonnen hat.
Wir sind noch dabei diesen neuen Abschnitt zu definieren und leben in diesem Ertasten und Erfühlen der nächsten Schritte. Kijabe spielt dabei immer noch eine sehr grosse Rolle. Die jüngsten Gespräche machen uns Hoffnung dass wir weiter mit dieser grossartigen Institution weiterarbeiten werden. Der Name ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und wird sehr geschätzt.
Frisch motiviert und mit einer Tüte voller Hausaufgaben, die eine Reihe von Reisen und Besuchen beinhalten, machen wir uns wieder auf die Holperpiste. Wir fahren aber so früh los so dass wir rechtzeitig zur Beerdigung des Sohnes von einem Freund und Missionarsveteran kommen. Der junge Mann war 29, er starb letzte Woche bei einem Motorradunfall. Das Leid war und ist gross.
Doch die Leidenschaft für Gott bei den Eltern ist ungebrochen, unser Freund, er will sein Nachbarland im Osten mit der Liebe Gottes erreichen. Wir sind tief bewegt von dem unerschütterlichen Festhalten an der Berufung mit der Gott Menschen beruft. Noch vor 2 Wochen waren wir zusammen und hatten regen Austausch über das grosse Erntefeld das im Osten von Kenia im Horn von Afrika liegt.
Freude und Leid liegen nah beeinander. Wir sind nicht durch Umstände gesteuert sondern sind getragen durch die mächtige Hand Gottes so wie es im 5. Mosebuch im ersten Kapitel in den Versen 30 und 31 eindrücklich dargestellt ist.
Werft einen Blick auf die untenstehende Seiten:



Keine Kommentare: