Dienstag, 29. Dezember 2020

Letzter blogeintrag für das Coronajahr 2020


In den letzten zwei Monaten kam ein Gefühl von Normalität zurück. Besucher aus Nairobi und Kijabe kamen wieder, wie hier ein Team von jungen Leuten die eine Woche lang im Regierungskrankenhaus lehrten. Wir sammelten sie jeden morgen zu einer Andacht und am Ende der Woche gaben wir ihnen noch einen Ausflug ins Hinterland mit Besuch bei einheimischen Missionaren.  
Auf einer unserer Reisen zwischen G-town und Kijabe machten wir einen kleinen Abstecher ins Hochland, durch Tee und Kaffeefelder. Es ging bei einem deutschen Bauern vorbei der Roggen anbaut. Ein sehr wichtiger Inhaltsstoff für unser beliebtes Sauerteigbrot das wir selber backen. 

Um von A nach B zu kommen wurde sogar einmal ein Traktor eingesetzt. Die Gegend sah so ein bisschen aus wie eine Landschaft im Schwarzwald. 

Der roadtrip zurück nach Hause führte uns am Nordhang des Mt. Kenya vorbei. Wir mieteten eine kleine Hütte für eine Nacht, ziemlich weit oben, es war kalt. Aber der Blick auf das gewaltige Bergmassiv des höchsten Berges Kenias war es wert vor Sonnenaufgang das Fernglas bereitzuhaben um das Farbenspiel zu beobachten. 

Einmal im Leben sollten wir unseren Mut zusammennehmen um diesen majestätischen Berg zu erklimmen. Vielleicht gibt es ja mal Interessierte die genau dafür sich zu einer Reise nach Kenia aufmachen um mit uns zusammen den Berg zu erwandern/ersteigen. 
Schon bald danach ging der steile Abstieg ins Tiefland in dem wir leben. Wir wurden auf Stammeskämpfe zwischen Somalis und Boranas aufmerksam gemacht. Bei jeder Strassensperre die von der Polizei aufgestellt wird, kurzes abchecken ob die Strasse ok ist oder wir eine Alternative suchen müssen. 

Nach mehr als 4 Stunden auf Piste und Ungewissheit taucht wie aus dem Nichts ein Verkehrsschild auf und sogar ein Kreisverkehr. Wir befinden uns wieder in der Nähe von G-town und lassen das umkämpfte Gebiet zurück und fahren plötzlich auf einer der besten Strassen Kenias. 
Dann wieder auf heimischen Boden, im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn man im Dorf zusammenkommt ist es normal und entspricht der Kultur sich auf eine Matte zu setzen. Das Essen wird auf einer grossen Platte serviert und 4 - 5 Personen sitzen um den Teller und essen mit der Hand. Corona wird hier nicht erwähnt. 
Dörte hat eine Ausstrahlung auf kleine Kinder, sie wird oft "Shosho" genannt, was soviel heisst wie Grossmutter. Aber so übt sie schon mal. 
Last but not least - unsere super schöne Weihnachtsfeier die wir mit Kindern und Jugendlichen hier in G-town gefeiert haben. Die kids waren ausser sich vor Begeisterung, vor allem dann als die Hirten an die Krippe herantraten, eine lebensgrosse Baby Puppe auf den Arm nahmen gab es kein Halten mehr. Die kids waren fast ekstatisch so toll und offensichtlich aussergewöhnlich fanden sie dieses Ereignis. 

Bis nächstes Jahr, T u D

1 Kommentar:

Josh Harper hat gesagt…

I'm glad you were able to see Mt Kenya so well. I never actually saw the top of the mountain while I was in Kenya: it was always covered in cloud when I was nearby.

My mom also has the "charism" for little children!