Montag, 1. Juni 2020

Pfingstwochenende - Krasser Anstieg


Seit dieser Woche sind wir hier in Kenia mit gut über 2000 Corona Fällen auf einer stark ansteigenden Kurve, Viele Patienten zeigen keine oder nur milde Symptome. Die Todesfälle sind auch noch recht moderat und liegen bei etwa 60 Fällen. Alles immer noch im Rahmen, wir hoffen und beten dass die Gnade Gottes weiterhin über diesem Land bleibt. 


Trotz rasant ansteigenden corona Fällen hat sich das Leben für uns gar nicht so sehr verändert. Unsere Pastoren Hilfsaktion, die wir über die letzten zwei Wochen durchgeführt haben, hat uns in die Häuser von etwa 20 Pastoren geführt. Das hatten wir ohne Corona in 3 Jahren nicht geschafft. Erstaunlich wie viel Herzschmerz sich hinter den Türen verbirgt, z.B. Kinder mit Behinderungen, die mangels an Mitteln therapeutische Maßnahmen nicht bekommen. Oder einfach komplett leere Vorratsschränke. Für uns war es ein Segen so nah heran zu kommen. Manche von ihnen werden wir diese Woche bei uns im Haus haben, um eine Art Mini-Kairos-Kurs durchzuführen. Auch die Frage wollen wir angehen wie Kirche in und nach Corona aussehen kann. Vermehrt Hauskirche und seeker friendly approach für Menschen, die keinen christlichen Hintergrund haben. Es gibt eine ganze Menge Positives in dieser Zeit. 


Es ist immer noch ein irgendwie exotisches Bild wenn die Verkehrsbehinderungen durch Kamele ausgelöst werden. Eigentlich nichts besonderes - aber im grösseren Kontext gesehen doch, hat doch dieses Problem nicht jeder. 


Gestern, zum Pfingstfest hatten wir die schöne Gelegenheit mal wieder rauszufahren. Der erste trip seit langem. Etwa eine Stunde von uns in westlicher Richtung erhebt sich ein Berg, der erste und einzige in der schier endlosen und weiten Ebenen der somalischen Tiefebene die sich weit bis ins kenianische Kernland hinzieht.  

Das Buschpicknick oben auf dieser Erhebung, der Berg heisst übrigens Mt. Kuriti, war eine Wohltat für Leib und Seele. Perspektivwechsel hilft uns oft, vor allem in Zeiten der Isolation und eingeschränkter Bewegungsfreiheit. Der Blick von oben auf die Tiefebene war so ein Wechsel für uns.


Hier sind wir mit unseren norwegischen Freunden die in einer ähnlichen Arbeit stehen wie wir. Die beiden haben schon 20 Jahre mehr an Afrika Erfahrung als wir. Inspirierende Menschen für die wir dankbar sind.

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