Besucher, Besucher, Besucher,
Wageni ni baraka (Kisuaheli)
- Besucher sind ein Segen
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, ich glaube so ist es auch. Deswegen auch heute, am Ende diesen Monats September, kommt hier eine kurze Bilddokumentation von den letzten 4 Wochen in der jede Woche Besucher aus verschiedenen teams aus Kijabe hier waren und auch unsere Freundin Bev, die die letzten 5 Jahre unsere Organisation hier in Kenia geleitet hat, und fast gleichzeitig mit uns hier in Kenia vor 19 Jahren angefangen hat.
Die Uni Wochen sind inzwischen fester Bestandteil unseres Angebotes das wir für Garissa haben. Unser Kijabe team kommt immer gerne zu diesen Wochen um in die jungen Leute hier zu investieren. Wir treffen uns in der Regel schon Freitag abend als Gesamtteam, bereiten dann die Unterrichtseinheiten vor um dann Montag morgen mit unserem Programm loszulegen. Freitag abend sind wir dann in der Regel fertig mit dem Programm aber auch im Sinne von körperlicher Kraft die wir gelassen haben. Aber erfrischt und erfüllt mit dem Wissen dass wir die jungen Leute nicht nur mit Kopfwissen gefüttert haben sondern ihnen Wegbegleiter geworden sind.
Die knapp 40 Teilnehmer kommen aus ganz verschiedenen Teilen des Landes. Die Aufgabe mit denen wir sie beauftragt haben, besteht darin in den nächsten 4 - 6 Wochen einen Aktionstag zu gestalten in denen sie das gelernte in die Praxis umsetzen.
Diesen Monat fand auch das zweite MOST (mobile obstetric simulation based training) in Garissa statt. Dr. Newton aus Kijabe hat nach einer sehr erfolgreichen ersten Runde im Juni sein Team ein zweites mal geschickt. Jetzt ging es darum die Geburtshelferteams aus den entlegenen Bezirken zu schulen. Inzwischen sind also schon fast 50 Leute durch dieses training gegangen und wir hören sehr positives feedback vom County.
Obwohl unspektakulär sind unsere freitagabendlichen treffen mit unserer Ekklesia gruppe in gewisser Weise die Nabelschnur um in dieser geistlich schwierigen Gegend gut zu überleben ohne die Vision zu verlieren.
Leider sind die Strassen auf denen wir unterwegs sind, nicht immer im allerbesten Zustand. Dieser Abschnitt legt Zeugnis ab von den folgenschweren Zerstörungen die die Überschwemmungen im April angerichtet haben. Leider wartet man auf Reparaturen oft jahrelang. Diese Strecke passierte ich mit unserer Direktorin auf dem einzigen Weg zum Hauptbüro des benachbarten County.
Vor unserem Haus treffen wir uns mit ganz unterschiedlichen Besuchern. Hier kamen langjährige Freundinnen von Dörte zu Besuch, die sich in ähnlicher Arbeit engagieren.
Die Frau in der Mitte traf ich auf einem Rückflug von Nairobi nach Garissa. Sie bestand darauf dass ich am nächsten Morgen zu einer Hochzeit komme. Wir gingen hin und trafen dort die top Führung der Region, Senator, Gouverneur, Parlamentsabgeordnete des kenianischen Parlaments und auch des ostafrikanischen Parlaments. Die erste und einzige weibliche Parlamentsabgeordnete, Dr. Sophia bestand darauf dass wir in der darauffolgenden Woche zu einem grossen Empfang in ihren Wahlkreis kommen. Das taten wir auch. Rechtzeitig zu dieser Reise traf unsere ehemalige Direktorin zu ihrem Abschiedsbesuch ein.
Dörte ist umgeben von Parlamtariern, stellvertretenden Gouverneur und Senatoren. Sie scheint sich nicht unwohl in deren Gegenwart zu fühlen, vor allem wenn es ans tanzen geht.
Zwischendurch durften wir noch die Aufmerksamkeit des Ministers für Gesundheit geniessen der zu einer Blutspendeaktion aufgerufen hatte. Dörte war tatsächlich die einzige Frau die gespendet hatte. Ich durfte sogar ein Interview geben in somalischer Sprache um die Bevölkerung zu furchtlosen Spenden von dem wichtigen Lebenssaft zu motivieren.
Erst gestern schlossen wir ein training ab das uns unglaublich viel Arbeit in der Vorbereitung gemacht hatte. Und bis zum Schluss sah es so aus als ob es gar nicht stattfinden könnte. Es ging darum Freiwillige Dorfgesundheitshelfer zu schulen. Die Erwartungshaltung auf seiten der Dorfbewohner ist oftmals unglaublich hoch. Die Schulung sollte Montag morgen beginnen, Sonntag abend jedoch bekamen wir die Nachricht dass keiner der Freiwilligen kommen würde wenn wir nicht dafür bezahlen dass sie erscheinen. Wir mussten hart bleiben und gleichzeitig im Herzen weich ihnen gegenüber. Das 2. Kapitel aus dem 1. Thessalonicher Brief, half uns die richtige Haltung zu gewinnen. Das Team aus Kijabe kam Sonntag abend an und es war unklar ob sie unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren würden. Wir sind dankbar dafür dass durch Einschreiten des Chiefs eine gute Lösung gefunden wurde ohne dass wir einknicken mussten. Hier ist Dörte am Unterrichten mit ihrer guten Freundin Deliah, deren Kisuaheli immer noch ein Stück besser ist als das von Dörte.
An den Gesichtern sieht man recht deutlich dass wir trotz der anfänglichen Spannungen als richtig gute Freunde auseinandergingen. Sowohl Männer als auch Frauen tanzten für uns den traditionellen Tanz der die Erde zum Beben brachte. Staub wurde aufgewirbelt und die Stimmung war unglaublich. Wir werden mit den Vertretern dieser Dörfer in den nächsten Monaten bis Juni weiterarbeiten.
Danke Herr, für eine super Zeit.
Es scheint so als ob dort wo getanzt wird, man gut sein kann und man sich niederlassen kann. Gibt es da nicht ein deutsches Sprichwort das so ähnlich lautet?
Bis demnächst



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