Sonntag, 12. Mai 2013

Hochzeit beim Regen

Hallo,
Hier sind einige  Bilder von der Hochzeit auf der Doerte und ich gestern waren. Die Braut ist eine Mitarbeiterin in unserer Arbeit hier in Kijabe mit Schwerpunkt auf der Klinik inmitten des Somaligebietes von Nairobi, Eastleigh. Der Braeutigam ist Kenianer und die beiden kennen sich schon seit mehr als 10 Jahren und haben nun den Schritt gewagt, trotz kultureller und oekonomischer unterschiede.

Die Hochzeit fand in einer wunderschoenen kleinen anglikanischen Kirche mittem im Teeanbaugebiet von Limuru statt. Die Hochzeitsgaeste waren so bunt gemischt wie man es sich nur vorstellen kann. Die Hochzeit selber wurde von einem kenianischen und einem amerikanischen Pastor durchgefuehrt. Ein Streichorchester hat die musikalische Untermalung geliefert.
Eines der Brautjungfern war ein somalisches Maedchen das fast akzentfreies deutsch spricht und der master of ceremony war ein Inder mit Turban.

Kimberly und Erick vor dem Altar
Die alte anglikanische Kirche in Limuru
Basra und Doerte
Beim Empfang nach der Hochzeit
Hier noch eine kleine Geschichte die den Tag zuvor passierte: Mit meinen Kollegen war ich, so wie wir es sehr oft tun, in die Nachbarschaft gegangen um fuer eine Person zu beten, die schon laenger krank ist.
Wie es hier oft ueblich ist, wird die Frage nach dem geistlichen Zustand sehr offen gestellt. Man fragt danach ob eine Person errettet ist, mit anderen Worten ob sie ihr Leben Jesus uebergeben haben.
Als wir auf den Hof kamen, die junge Frau melkte gerade ihre eine Kuh, und der 76 jaehrige Vater bekam die Frage nach seinem Seelenheil gestellt. Wir liessen uns im einzigen Zimmer des Hauses nieder, ein Haus, das nur aus Brettern zusammengezimmert war, mit zugigen Zwischenraeumen, kalt und zugig und roher gestampfter Lehmboden.
Sobald wir sassen, nahm ich den Faden auf, und wollte wissen, wie es kam dass der alte Mann bis jetzt noch nicht sein Leben Jesus anvertraut habe. Er sagte entschuldigend, dass er Christen eigentlich recht gerne mag und sich auch freut wenn Pastoren zu Besuch kaemen. Daraus entspann sich eine Debatte die darin resultierte dass ich ihn fragte, durch einen Kikuyu Uebersetzer, ob er denn jetzt bereit sei, Jesus in sein Leben aufzunehmen und er war sofort bereit. Von da an bat ich meinen Kollegen zu uebernehmen und das noetige zu tun und ihn nun im Gebet zu Jesus zu fuehren.
Es war wunderschoen zu sehen dass das was Nikodemus in Johannes 3 unglaeubig versuchte zu verstehen: Wie kann jemand der alt ist von neuem geboren werden? vor unseren Augen wahr wurde. Ein Mensch der alt ist wurde von neuem geboren. Er nahm seine Frau in den Arm, und sein Sohn, mein Kollege, durfte nun seinen alten Vater als Bruder in die Arme nehmen und sich mit ihm ueber das Wunder einer Neugeburt durch den Heiligen Geist freuen.

Viele Gruesse, Thomas

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