Donnerstag, 13. Juni 2019

Heimataufenthalt 2019 in Bildern




Jahreszeiten



Einer der ersten Momente wo das Gras schon etwas höher war, die Sonne schon etwas mehr Kraft hatte. Family time around Velbert. Diskussionen über Gott und die Welt haben unsere Herzen erwärmt so wie es die junge Frühlingssonne getan hat.

60 Jahre jung sind die Eltern nun verheiratet und immer wirken sie noch frisch verliebt. Ein ausgesprochen schöner Frühsommertag erlaube es der Familie draussen im Garten ein schönes Fest zu feiern zu Ehren der Jubilare.


Hier sieht man uns noch eingewickelt in die dicken Schals weil der Winter uns damals noch fest im Griff hatte. Die Ausstrahlung der lieben Menschen die wir besucht hatten brachte so viel Wärme in unsere Herzen. So wie diese Menschen auf dem Bild haben auch viele andere unsere Herzen berührt und Freude gebracht.



Ein Highlight war das Treffen mit zwei evangelischen Schwestern der Christusbruderschaft Selbitz in Oberfranken. Diese beiden haben eine tiefe Beziehung zu unserem lebendigen Gott und strahlen diesen auch aus. Sr. Emma ist weit über 90 und ihr Geist ist fit und wach und wenn man sie besucht, kommt man ermutigt und gestärkt aus dem Besuch raus. 

Der Kairoskurs ist inzwischen fester Bestandteil unseres repertoires wenn es um Lehre und Verständnis von und über Mission geht. Der Kurs, der über 40 Stunden geht schafft es ganz oft Menschen eine neue Perspektive über Sinn und Ziel des Daseins als einzelner Christ und auch der Gemeinde als grosses zu verschaffen.

In Horb am Neckar war ein besonderer Abend mit Männern um über das Thema Mut und Vertrauen zu sprechen. Es hat Spass gemacht herauszufordern Gott im Abenteuer des Alltags zu erleben. 

Dörte am preachen

Holiday mood auf Malta


Auf der Freilichtkanzel, egal wo es ist, über die Güte Gottes können wir immer reden. Denn die ist jeden Morgen neu.

Völker begegnen sich. Unsere Somalifreunde die wir vor mehr als 3 Jahren hier kennenlernten als sie ganz frisch nach Deutschland kamen. Inzwischen ganz gut etabliert und irgendwie auch angekommen. Es war schön sich wiederzusehen.
 
Generationen begegnen sich und haben sich etwas zu erzählen. Hier meine Tante mit über 90 Jahren mit einer bemerkenswerten Frische und geistigen Vitalität. 

Die Gemeinde in Soest hat einen besonderen Platz in Dörtes Herzen. Dort hat sie vor 30 Jahren zum lebendigen Glauben an Christus gefunden. Durch die Treue des damaligen Leiters hat sich der Kontakt gehalten, bzw. ist wieder aufgelebt und wir durften dort einen Einsatz machen und liebe Menschen treffen die wir nicht oft sehen.


Hier sind wir in Velbert mit Freunden und sagen schon mal "Kwaheri" - tschüss auf Kiswaheli - und werden wieder mehr posten und vor allem regelmässiger wenn wir dann wieder in Kenia sind. 





Mittwoch, 12. Juni 2019

Auf Wiedersehen

Auf Wiedersehen Deutschland,

so war der Titel unseres Rundbriefs der vor einigen Tagen rausging

Für ein halbes Jahr führte unser Weg weg von der Staubpiste und den schlaglochübersäten Strassen Afrikas hin zu den vollen Autobahnen Deutschlands. Wir kreuzten quer durchs Land, um Besuche zu machen, in Hauskreisen zu erzählen, in verschiedenen Gemeinden zu predigen. Wir haben uns auch in der gemeinsamen Predigt geübt. Ein Familienurlaub führte uns auf die schöne Mittelmeerinsel Malta. Der Kongress christlicher Führungskräfte in Karlsruhe war ein Höhepunkt. Ach, natürlich war auch wieder ein Kairos Kurs dabei (der taucht inzwischen in fast jedem Rundbrief auf): Zum dritten Mal waren wir mit dem eingespielten Velberter Kairosteam zusammen. Zusammen mit dem Jugendpastor unserer Gemeinde gestalteten wir eine coole Jugendwoche. Gute Gelegenheit den eigenen Glauben zu festigen und zu vertiefen.  Während wir in der Velberter Innenstadt unterwegs waren, trafen wir unsere Somali Freundinnen, die wir 2015 kennengelernt hatten. Ein paar Sätze Somali und schon fühlen wir uns Zuhause!
Ich, Dörte, mochte diese Zeit in Deutschland sehr. Wir hatten dieses Mal keine grossen Grundsatzentscheidungen zu treffen. Zeit mit den Kindern und der grösseren Familie sind besondere Zeiten. Wir haben euch getroffen und einander von unseren Leben erzählt. Ich freue mich über die Vorbilder, die voller Elan und Hoffnung vorausgehen. Hoffnung und Handeln Gottes sehe ich in unseren Geschichten und daran freue ich mich.  Außerdem waren wir bis zum warmen Sommer in Deutschland, Fahrradfahren und grüner Laubwald tun einfach gut, reparierte Zähne, Vorsorgen etc. machen mich dankbar und geben mir den Eindruck, dass wir jetzt dann bereit sind wieder loszuziehen.

Bleib flexibel-
....sagt die Bibel, so sagen manchmal unsere Kinder scherzhaft, wenn sich Pläne kurzfristig ändern. Das steht so nicht in der Bibel, aber Psalm 31:15 sagt: "Meine Zeit steht in Deinen Händen". Ganz in der Nähe, nämlich in den Sprüchen Salomos 3 vers 5 liest es sich so: "Verlass Dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass Dich nicht auf Deinen Verstand. Sondern gedenke an ihn in allen Deinen Wegen so wird er Dich recht führen."
Als IKM (Interkultureller Mitarbeiter im heutigen Sprachgebrauch) unterwegs zu sein erfordert Flexibilität. Statt am Himmelfahrtstag zurückzufliegen, entschieden wir uns, noch an unserer jährlichen Missionskonferenz von VM International, Ende Juni, teilzunehmen. 
Wiederausreise nach Kenia am 4. Juli 2019
Ende Mai wurden wir offiziell und feierlich mit Gebet und Segnung von unserer Heimatgemeinde, der Christusgemeinde Velbert, ausgesandt. Vor ziemlich genau 20 Jahren standen wir schon einmal dort an der Stelle, damals noch mit kleinen Kindern, um zum ersten Mal  ausgesandt zu werden. Viele weitere Aussendungen folgten. Es war immer ein emotionales Erlebnis von dem Leib Christi für den Auftrag einem Volk am anderen Ende der Welt zu dienen, gesandt zu werden. Auch dieses mal starke Worte der Ermutigung, mit denen wir weiter den Rückenwind des Herrn Jesus Christus spüren.
Die jungen Erwachsenen- unsere Kinder
Hanna-Joy hat inzwischen ihr Bachelor Studium in Freiburg abgeschlossen ist aber offiziell immer noch Studentin. Sie gibt ihrem Studium den praktischen Unterbau durch die Arbeit als Rettungssanitäter. Damit sie bald mit Blaulicht den Rettungswagen fahren kann, sieht man sie in einem LKW der Fahrschule die Strassen Freiburgs durchkreuzen!
Joas Benjamin studiert weiterhin in Düsseldorf Medizin. Das berühmt berüchtigte Physikum kommt immer näher und wirft seine Schatten voraus. Wenn er zur Entspannung die Kochtöpfe erhitzt und seine Gewürze in raffinierter Weise einsetzt, kommen Freunde und Kommilitonen gerne in die WG.
Und was kommt als nächstes?
Während wir in Deutschland waren ging die Arbeit in Kenia weiter. Unser starkes Team mit Dr. Mary hat sich weiter um die Dörfer gekümmert. Kijabe Hospital hat mehrere Besuche in unserer Stadt G-town gemacht. Auf oberster Ebene liefen die Gespräche bis dahin, dass nun ein Kooperationsvertrag zwischen Kijabe Hospital und dem Gesundheitsministerium der Stadt vorliegt. Die Regierung muss sich noch Gedanken machen, ob sie bereit sind etwas zum Erfolg des Projektes dazu zutun. Es geht um die Ausbildung von Notfallmedizinern und Narkose Fachleuten. Krankenpfleger werden eine Zusatzausbildung bekommen, um im OP Saal dafür zu sorgen, dass der Chirurg operieren kann auch wenn im Umkreis von mehreren hundert Kilometern kein Narkosearzt zu bekommen ist.
Wir werden die Dozenten, die für mehrere Monate aus Kijabe nach G-town kommen, in unser bestehendes Team integrieren.
Außerdem sind wir mit einer Frau aus England mit tanzanischen Wurzeln im Gespräch. Sie möchte sich auf unser 2-jähriges Programm  einlassen. Und auch sonst haben sich schon einige Besucher angemeldet.
Wir freuen uns wieder darauf mit unseren Freunden aus der kenianischen Kirche zu leben, zu arbeiten und zu entwickeln.