Garissa Universität Januar 2018
- Einführungswoche in „community health training“
Die Universität von Garissa,
die durch den schlimmen Terroranschlag 2015 bekannt wurde, hatte uns für Januar 2018 wieder eingeladen einen einwöchigen Einführungskurs in Basisgesundheit zu geben.
Mit drei Kollegen vom community health -Team in Kijabe und zwei Kollegen aus Garissa trafen wir uns
für zwei Tage zur Vorbereitung.
Unsere Rahmenbedingungen waren:
- 40 Teilnehmer, davon 6 Lektoren der UNI,
- 5 Tage,
- ein Lehrplan des Gesundheitsministeriums, der auf zwei Wochen Unterricht ausgelegt ist
- Studenten, die nach einer langen Dezemberpause aus allen Teilen Kenias angereist kamen.
Als team waren wir einig,
dass Gruppenaktivitäten und Teamspiele eingebaut sein müssen um Grenzen zu überwinden. Grenzen der verschiedenen Kulturen und Religion bestehen. Daraus ein „WIR-Gefühl“ zu entwickeln war die Aufgabe.
Es war ein schönes
Erlebnis dass erst mal wir sieben eine klasse Einheit hatten und ein "WIR-Gefühl vorleben konnten.
Thomas hat morgens immer die Andacht gehabt. Wir nennen es dort nicht Andacht, sondern „inspirierenden Gedanken“. Er nahm uns mit in Bibelgeschichten hinein um uns seinen
Freund Jesus vorzustellen ohne die Sprache Kanaans. Trotz der hohen Anzahl
Muslime im Raum, lauschten alle gespannt.
Leiterschaft, Seelsorge, Kümmern um Benachteiligte, erste Hilfe und HIV/Aids sind Themen, die dabei
angeschnitten werden. Durch Anspiele und Rollenspiele wurden die Themen lebendig. Beim Thema "weibliche Beschneidung", merkten
wir, dass ein sehr empfindlicher Punkt angeschnitten war. Eine Teilnehmerin, Mutter von 3 Kindern, war so offen
zu sagen, dass bei diesem Thema ihr ganzer Körper auf das erlebte Trauma reagiert. Ein Teilnehmer wollte wissen wie er seiner Schwester helfen
kann, die unter den Folgen der ihr angetanen Prozedur leidet. Wir waren froh, dass eine ätere, sehr weise Krankenschwester, dieses
Thema als Betroffene klar angesprochen hat. Sie sieht erste Veränderungen in ihrem Einflussbereich
und kämpft unermüdlich diese schlimme Praxis ganz auszurotten.
Kurse wie dieser rund um Gesundheitsthemen haben sich als gute neutrale Plattform erwiesen, um sich zu begegnen. Man lernt sich kennen,
geht miteinander um, die
Studenten lernen miteinander zu arbeiten und Spass zu haben. Wir können damit
einen Raum gestalten, in dem Beziehungen zwischen Kulturen hinweg wachsen.
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