Mittwoch, 24. Januar 2018

Maternal Newborn Community Project - reaching out to all of Kenya

Garissa Universität  Januar 2018

-          Einführungswoche in „community health training“


 






Die Universität von Garissa, die durch den schlimmen Terroranschlag 2015 bekannt wurde, hatte uns für  Januar 2018 wieder eingeladen  einen einwöchigen  Einführungskurs in Basisgesundheit zu geben.

Mit drei Kollegen vom community health -Team in Kijabe und zwei Kollegen aus Garissa trafen wir uns für zwei Tage zur Vorbereitung.
 Unsere Rahmenbedingungen waren:
  • 40 Teilnehmer, davon 6 Lektoren der UNI,
  • 5 Tage,
  • ein Lehrplan des Gesundheitsministeriums, der auf zwei Wochen Unterricht ausgelegt ist
  • Studenten, die nach  einer langen Dezemberpause aus allen Teilen Kenias angereist kamen.

 Als team waren wir einig, dass Gruppenaktivitäten und Teamspiele eingebaut sein müssen um Grenzen zu überwinden. Grenzen der verschiedenen Kulturen und Religion bestehen. Daraus ein „WIR-Gefühl“ zu entwickeln war die Aufgabe.

Es war ein schönes Erlebnis dass erst mal wir sieben eine klasse Einheit hatten und ein "WIR-Gefühl vorleben konnten.   
Thomas hat morgens immer die Andacht gehabt. Wir nennen es dort nicht Andacht, sondern „inspirierenden Gedanken“. Er nahm uns mit in Bibelgeschichten hinein um uns seinen Freund Jesus vorzustellen ohne die Sprache Kanaans. Trotz der hohen Anzahl Muslime im Raum, lauschten alle gespannt. 

Leiterschaft, Seelsorge, Kümmern um Benachteiligte, erste Hilfe und HIV/Aids sind Themen, die dabei angeschnitten werden. Durch Anspiele und Rollenspiele wurden die Themen lebendig. Beim Thema "weibliche Beschneidung", merkten wir, dass ein sehr empfindlicher Punkt angeschnitten war.  Eine Teilnehmerin, Mutter von 3 Kindern, war so offen zu sagen, dass bei diesem Thema ihr ganzer Körper auf das erlebte  Trauma reagiert. Ein Teilnehmer wollte wissen wie er seiner Schwester helfen kann, die unter den Folgen der ihr angetanen Prozedur leidet. Wir waren froh, dass eine ätere, sehr weise Krankenschwester, dieses Thema als Betroffene klar angesprochen hat. Sie sieht  erste Veränderungen in ihrem Einflussbereich und kämpft unermüdlich diese schlimme Praxis ganz auszurotten.

Kurse wie dieser rund um Gesundheitsthemen haben sich als gute neutrale Plattform erwiesen, um sich zu begegnen. Man lernt sich kennen, geht miteinander um, die Studenten lernen miteinander zu arbeiten und Spass zu haben. Wir können damit einen Raum gestalten, in dem Beziehungen zwischen Kulturen hinweg wachsen.


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