Freitag, 11. September 2009

neues aus Kenya

Hallo,
Jetzt wo ich schreibe faellt mir das heutige Datum auf, der 9.11., ich weiss noch wo ich die news vom Sturz der Towers in NewYork gesehen habe. Ich sass damals in Korntal bei Stuttgart bei einem Seminar ueber Fundamentalistischen Islam und die Bilder die damals ueber die Schirme gingen haben sich ja wirklich unausloeschlich eingepraegt. Wir leben hier ja staendig mit dieser Spannung von Gewalt und Unterdrueckung die durch diesen Fundamentalismus ausgeloest werden. Ich bin jeden Freitag in einem Viertel Nairobis unterwegs, wo extremismus gelehrt wird in bestimmten Moscheen. Fuer uns weisse ist da bisher noch nichts gewesen was einem in irgendeiner Form Angst einfloessen muesste. Aber wir schauen immer wieder auf das Nachbarland und sehen welche dinge dort passieren und trauen unseren Augen nicht. Extreme Gewalt greift dort um sich und jeder der es geschafft aus dem Land zu fliehen redet von der Hoelle auf Erden, die sich dort momentan zutraegt.
Heute hatten wir das Privileg uns mit einem religioesen Fuehrer zu treffen. Der kam aber selbst als Patient zu uns. Wir wunderten uns etwas, er war eigentlich kerngesund, klagte aber ueber alle moeglichen Symptome. Der Gedanke kam auf, ob er vielleicht an der Situation seines Landes erkrankt ist. Aehnlich wie Nehemiah im Alten Testament, der nachdem er den Bericht von seinem Heimatland erhalten hatte, regelrecht krank wurde. Wir hoffen dass es noch menschen gibt in diesem Land die wie Nehemiah ueber die Situation ihres Landes Traenen vergiessen koennen und aus Verzweiflung zum Herrn schreien. Moege Menschen aufstehen die sich nicht mit dem Status Quo zufrieden geben sondern in den Riss treten und nicht ruhen zu beten, bis Gnade kommt.
Bis bald, Thomas

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