Hallo,
vergangenen Samstag entschieden wir uns kurzfristig zu Abdis Schule zu
fahren. Die liegt etwa 300 km nordöstlich von uns an den Haengen von Mt.
Kenya. Es war Besuchstag und wenn da kein Besuch kommt, werden die Kinder
immer ganz depressiv. Unsere Kinder hatten noch einen Ferientag und so
machten wir uns auf den Weg in einen ganz schoenen Teil Kenias, ueppiges
gruen ueberall und exotische Fruechte jeder Art sind dort zu finden. Abdi
hat sich total gefreut, dass wir kamen und wir konnten ihn noch einmal
kraeftig ermutigen, denn in den naechsten Ferien, werden wir dann nicht da
sein. Und noch dazu steht er kurz vor seinen letzten Pruefungen, bevor er in
die naechste Stufe seiner Schulausbildung eintritt. Wir verbrachten die
Nacht in einem Motel und sind dann am naechsten Morgen noch auf eine
Wanderung, wo ihr Hanna-Joy mitten in den Kaffefeldern seht.
Letzte Woche hatten wir eine Gebetskonferenz, die von World Vision
organisiert wurde. Ein Gebetsteam aus Nigeria war mit uns und der Focus lag
auf Gebet fuer Somalia. Bemerkenswert war die eindeutige Dominanz von
Afrikanern aus vielen Laendern Afrikas, und nur wenige von uns
Bleichgesichtern. Es ist ein neues Bewusstsein entstanden, dass Veraenderung
nur durch Gebet stattfinden kann. Denn nach 18 Jahren Krieg und zahllosen
Friedensverhandlungen, die alle gescheitert sind, wurden wir alle neu
motiviert, das Angesicht Gottes zu suchen und vom Herrn des Friedens
Veraenderung zu erwarten. Unterstrichen wurde die Botschaft durch Berichte
aus Uganda, das viele Jahre lang von LRA, einer extrem brutalen Organisation
im Norden terrorisiert wurde. Bis eines Tages Pastoren und christliche
Leiter zum Praesidenten gingen und sagten, dass diese kein konventioneller
Krieg ist, der mit konventionellen Waffen gewonnen werden kann. Sondern hier
handelte es sich um einen geistlichen Kampf, der mit geistlichen Waffen
gekaempft werden muesse.
Der Praesident liess sich darauf ein und flog diese Patoren in die
Krisengebiete und unter Gebet und Anrufung des Namens Jesu, wurden die
Opferstaetten und Altaere zerstoert. Unmittelbar darauf fing die Macht des
Leiters, Joseph Kony an zu schwinden und die Rebellen wurden aus dem Land
vertrieben und Friede kehrte wieder zurueck. Jetzt kann man ohne bewaffnete
Begleitung in allen Teilen Ugandas reisen. Viele Laender Afrikas, Somalia
eingeschlossen, werden in Zukunft noch viel gezielter mit Gebet umgeben
werden.
In Kuerze werden wir uns nach Deutschland aufmachen. Wir fliegen Samstag
nacht und werden dann Sonntag frueh in Frankfurt sein. Schon nach einer
woche fliegt Doerte dann ja wieder zurueck und wird mit den Kindern sein,
bis deren Ferien beginnen.
Bis dann, Thomas und Doerte

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